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Oliver Bäte: “Jetzt geht es los!”

08.08.2016 – Baete - quelle Allianz SEDas hatte sich Allianz-Chef Oliver Bäte sicher anders vorgestellt: Nach seinem ersten eigenverantworteten Jahr an der Spitze von Deutschlands größtem Erstversicherer musste Bäte am letzten Freitag negative Zahlen kommunizieren: “Wir hatten im wahrsten Sinne des Wortes ein verhageltes zweites Quartal”. Doch der Umbau gehe weiter, so Bäte und “beim nächsten Mal scheint hier wieder die Sonne”. Hier weitere Statements, Kommentare und Zitate aus der telefonischen Pressekonferenz.

Zu den geopolitischen Risiken mit Blick auf die Unruhen in der Türkei sagte Bäte: Hier erwarten wir keine Disruptionen im Geschäft, die Regierung wird wissen, was zu tun ist, um ausländische Direktinvestitionen im Land nicht zu gefährden. Wir denken an unsere Mitarbeiter und Kunden, 80 Millionen Türken wollen auch in Frieden leben und wirtschaften. Es wird natürlich schwer, nachdem Standard & Poor’s die Bonität abgesenkt hat. Schäden im Rahmen des Putsches haben wir großzügig reguliert. Die Folgen sind nach diesem Vertrauensschock nicht absehbar.

Zum Thema “Brexit” sagte Bäte: Es ist jetzt eine Rückabwicklung der Globalisierung erkennbar. Finanztechnisch haben wir Risiken und Positionen gehedged, der Wert unserer Aktienanlagen hat sich gut gehalten. Wichtig ist für uns der Schutz des Unternehmens. Wir agieren seit 126 Jahren in einer Welt voller Umstürze und hoher Volatilitäten. Da wollen wir dem Kunden signalisieren: Bei der Allianz bin ich sicher!

Zum Geschäftsbereich Lebensversicherung in Zeiten niedrigster Zinsen sagte Bäte: Das Leben-Geschäft erfreut sich bester Gesundheit!

Zur flacher werdenden Kurve der Mittelabflüsse bei der US-amerikanischen Investmenttochter Pimco, nachdem dort das Management ausgewechselt und eine neue Strategie eingeführt wurde, meinte der CEO: Es war eine ganz schwierige Übergangsphase. Wenn nach 30 Jahren der Gründer vom Hof geht, ist das für eine Partnerschaft nicht nur ökonomisch sondern auch emotional sehr schwierig und nach einer Phase der Beruhigung und Stabilisierung ist es auch folgerichtig, dass sich das Unternehmen Gedanken macht, gemeinsam mit uns, wie sieht die neue Strategie aus und was braucht man da für Fähigkeiten? Wir sind sehr froh, dass Emmanuel Roman zu uns gestoßen ist. Jetzt geht das Team daran, die Strategie zu aktualisieren und konsequent umzusetzen. Da war nichts Disruptives, im Gegenteil, sehr sorgfältig geplant, sehr vertrauenswürdig im Umgang, und jetzt müssen wir halt arbeiten.

Nicht nur in der Lebensversicherung sondern auch im Asset Management-Geschäft sind die Geschäftsgrundlagen auf Grund der Manipulationen von Zinsen und der Kapitalmärkte der Zentralbank fundamental verändert. Wir bekommen erheblichen Kostendruck, wir haben enorme Verschiebung im Anlageverhalten. Das geht nicht nur hin zu passiven Anlagen sondern auch zu lösungsorienten Anlagen und da werden wir uns sehr erfolgreich weiter entwickeln. Dazu brauchen wir das entsprechende Team und dazu brauchen wir auch Herrn Roman und jetzt geht es los!

Zwölf Prozent Return on Invest (ROI) aufs Jahr gesehen ist, auch in einem schwachen Quartal, sehr gut. Pimco wird zukünftig eine stärkere Rolle bei der konzernweiten Koordination des Asset Managements spielen und auch in Europa ist das Know-how gefragt. Hier in Europa können wir sehr viele Kundenzugänge für Pimco schaffen und Geschäftschancen ermöglichen. Der Bankensektor wird sich weiter restrukturieren, Stichwort Non Performing Loans. Da haben wir zusammen bessere Chancen, als wenn wir das einzeln machen. (vwh/ak)

Link: Siehe auch UNTERNEHMEN.

Bild: Allianz-Vorstandsvorsitzender Oliver Bäte (Quelle: Allianz SE)

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