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“Ohne private Altersvorsorge wird es nicht gehen”

05.02.2014 – leitermann-signal-iduna-150In einem Hintergrundgespräch erörterte Ulrich Leitermann, seit Sommer letzten Jahres, Vorstandschef der Signal Iduna, aktuelle Themen mit der Presse. Im Interview mit VW-heute zeigte er auf, wie sein Unternehmen aktuell aufgestellt ist und welche Herausforderungen er sieht.

VW-heute: Herr Leitermann, Sie sind jetzt gut ein halbes Jahr im Amt – welches vorläufige Fazit würden Sie ziehen? Gab es etwas, was Sie trotz Ihrer vorherigen Tätigkeit als Finanzvorstand bei der neuen Aufgabe überrascht hat?

Leitermann: Es war ein sehr herausforderndes, aber hochinteressantes halbes Jahr. Überrascht hat mich doch ein wenig, wie groß die Aufmerksamkeit ist, die dem Vorstandsvorsitzenden entgegen gebracht wird. Diesen Dialog mit den Mitarbeitern und Außendienstpartnern, aber auch Kunden und Vertriebspartnern möchte ich weiter intensivieren und ausbauen.

VW-heute: Können Sie schon eine erste Bilanz für das Jahr 2013 ziehen?

Leitermann: Die vorläufigen Zahlen zeigen, dass wir ein Beitragswachstum von 1,6 Prozent haben, trotz  Beitragsstabilität in der Krankenversicherung. Es gibt einige positive Entwicklungen, es gibt aber auch noch Steigerungspotenzial.

VW-heute: Wie sieht es mit der Integration der Deutscher Ring Krankenversicherung aus?

Leitermann: Alle Mitarbeiter sind integriert, sowohl organisatorisch als auch räumlich. Wir werden aber weiterhin genau hinschauen, wo wir auch noch Verbesserungspotenzial haben und wo wir von den Erfahrungen der neu hinzugekommenen Mitarbeiter lernen können.

VW-heute: Welche Schwerpunkte erwarten Sie für das neue Jahr?

Leitermann: Für uns ist wichtig, unsere Kompositversicherung weiter auszubauen. Die politischen Unsicherheiten über die Zukunft der privaten Krankenversicherung sollten im Moment beseitigt sein. Deshalb werden sich mehr Menschen wieder für eine private Krankenversicherung entscheiden. Gesundheit hat ihren Preis, das ist klar, aber die Beiträge müssen bezahlbar bleiben. Das bieten wir mit unseren Krankenversicherern, die zu den beitragsstabilsten im Markt gehören. Die Kritik an der privaten Krankenversicherung nehmen wir aber ernst und werden weiter mit der Politik in einem konstruktiven Dialog bleiben.

VW-heute: In einem Interview haben Sie vor einiger Zeit „Unruhen wegen niedriger Rente“ nicht ausgeschlossen. Befürchten Sie das immer noch und wie beurteilen Sie die Rentenpläne der neuen Bundesregierung?

Leitermann: Wir müssen die neue Bundesregierung weiter ermuntern, die geförderte private Altersvorsorge konsequent auszubauen. Hier sehe ich noch Potenzial und die Politik offensichtlich auch, weil uns ansonsten Altersarmut und im schlimmsten Fall ein Auseinanderbrechen des gesellschaftlichen Grundkonsenses droht. Wir alle sind gefordert, den Menschen noch viel stärker zu vermitteln: Ohne zusätzliche private Altersvorsorge wird es nicht gehen. Einem Kapitalstock geht ein Sparprozess voraus – so einfach ist das.

VW-heute: Das Markenzeichen der Signal Iduna ist ihr starker Außendienst und ihre räumliche Nähe zu den Kunden und zu einzelnen Berufsgruppen, wie Handwerkern – bleibt es dabei oder planen Sie eine stärkere Diversifizierung der Vertriebswege?

Leitermann: Wir stehen zu unseren Wurzeln. Die sind im Handwerk, Handel und Gewerbe sowie im öffentlichen Dienst zu finden. Wir stehen in einem ständigen Dialog mit unserem Außendienst um zu erfahren, wie wir unsere Kunden noch besser zufrieden stellen können. Wir werden aber auch den Vertrieb über Makler weiter ausbauen, weil wir hier noch größere Potenziale für uns sehen.

Das Interview führte Susanne Görsdorf-Kegel

Foto: Signal Iduna Chef Leitermann setzt auf die private Altersvorsorge. (Quelle: Signal Iduna)

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