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Öffentliche Versicherer müssen sich finden

04.07.2013 – Die Landschaft der öffentlichen Versicherer in Deutschland hinterlässt einen unaufgeräumten Eindruck. Trotz stabiler Geschäftszahlen suchen sie nach dem Schlüssel zu mehr Erfolg. Schlankere und international besser vernetzte Wettbewerber sitzen ihnen im Nacken.

Das strategische Fundament der öffentlichen Versicherungsgruppen in Deutschland basiert auf Versorgungssicherheit, Bodenständigkeit und einer festen Verankerung in der Region. Sie zeichnen sich durch Dezentralität und ein detailliertes Wissen über ihre jeweiligen Geschäftsgebiete und dessen Risikostruktur aus. Die im Verbund mit den Sparkassen gepflegten Kontakte verschaffen den öffentlichen Versicherern eine „bodennahe“ Wissens- und Informationsbasis, die internationalen Versicherungsunternehmen nur bedingt zugänglich ist. Fast 50 Millionen Versicherungsverträge befinden sich im Bestand der Gruppe. In den Wochen der Flut, als sich die Unwetterereignisse und Schadenmeldungen überschlugen, weckte die regionale Nähe der öffentlichen Versicherer Vertrauen und Sicherheit. Mit rund 3.500 Geschäftsstellen und etwa 11.000 Mitarbeitern im Außendienst sind sie in Deutschland aktiv. 2011 hatte die Gruppe der öffentlichen Versicherer, gemessen an den Bruttobeitragseinnahmen, einen Marktanteil von 10,2 Prozent. Nach der Allianz sind die Sparkassen-Versicherer auf Platz zwei in Deutschland. Im Geschäftsjahr 2012 hinterließen die öffentlichen Versicherer einen positiven Gesamteindruck. Die Versicherungskammer Bayern (VKB) verbuchte einen Zuwachs ihrer Brutto-Beitragseinnahmen um 3,4 Prozent. Auch für die Sparkassenversicherung (SV) ist das vergangene Geschäftsjahr erfolgreich verlaufen. Das Konzernergebnis lag mit 94 Mio. Euro 26,8 Prozent höher als im Vorjahr. „Das ist das beste Ergebnis, das wir seit der Fusion unseres Hauses im Jahre 2004 erreichen konnten“, sagte Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl, der Vorstandsvorsitzender der SV. Die Provinzial Nord West Konzern hat 2012 wegen des Rückgangs beim zinsinduzierten Einmalbeitragsgeschäft erneut etwas weniger umgesetzt, mit 136,2 (116,2) Mio. Euro aber ein neues Rekordergebnis hingelegt. Dazu trugen auch die beiden einstigen Sorgenkinder Provinzial Nord Brandkasse AG und Hamburger Feuerkasse Versicherungs-AG bei, berichtete Ulrich Rüther, Vorstandsvorsitzender der Provinzial Nord West.

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