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Offene Immobilienfonds besser als Vater Staat

22.10.2015 – Wohnung Wohnen_by_Rainer Sturm_pixelio.deIn der Finanzkrise in Verruf geraten, feiern offene Immobilienfonds ihr Comeback. Sie outperformen Staatsanleihen und sind mit niedriger Volatilität verbunden. Durch Verbesserungen im Anlegerschutz mit Mindesthaltefristen ist diese Anlageklasse wieder interessant geworden. “Die Gesetzesänderung ist zugunsten der Anleger”, sagt Felix Schindler von Feri EuroRating.

Erfolgreiche Manager schichten das Portfolio stetig um, kaufen in jeder Marktphase gleichmäßig hinzu und haben in schwierigen Phasen weniger Probleme mit Verkäufen unter rückläufigen Marktwerten. Darunter litten in den Problemjahren 2008/09 viele der erst 2005/06 aufgelegten Fonds, die hochpreisig eingekauft hatten. Als vor allem Großanleger im Zuge der Finanzkrise ihr Geld abzogen, kamen sie unter Verkaufsdruck. Ein großer Teil dieses Fonds-Marktes wird derzeit abgewickelt. Nur ein Dutzend offener Immobilienfonds ist verblieben. 41 aktive abwickelnde Fonds mit 80,98 Mrd. Euro Vermögen weist die Statistik des BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI) zum Jahresende 2014 aus, das sind gut sechs Mrd. Euro weniger seit 2009.

Vor der Finanzkrise waren diese Produkte beliebt, weil man mit wenig Geld am Immobilienboom teilnehmen konnte, stabile Renditen von durchschnittlich zwei bis vier Prozent steuerfrei erzielte und anders als bei geschlossenen Fonds die Anleger jederzeit verkaufen konnten – allerdings mit einer “Kündigungsfrist” von einem Jahr.

Nun stehen offene Immobilienfonds vor einer Renaissance. Sparer stecken so viel Geld in diese Produkte wie in alten Zeiten. “Alle aktiven Fonds erzielen positive Nettomittelzuflüsse – mit wieder wachsender Tendenz”, sagt Felix Schindler, Senior Analyst Real Estate bei der Feri EuroRating Services AG. Mit dem Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz (AnsFuG) hat der Gesetzgeber 2013 Mindesthalte- und Kündigungsfristen für die offenen Immobilienfonds eingeführt. Über einen Freibetrag von 30.000 Euro je Kalenderhalbjahr hinaus können Anleger ihre Investments nur noch mit zwölfmonatiger Frist kündigen. Dabei haben die Anlagen eine Ersthaltefrist von 24 Monaten, in der jedoch bereits gekündigt werden kann.

Rund ein Drittel der Immobilien liegt außerhalb des Euroraums, knapp zwölf Prozent in Großbritannien, so die BVI-Statistik, die 98 Prozent des Vermögens aller offenen Immobilien-Publikumsfonds erfasst. Rund ein Drittel der Immobilien steht in Deutschland – allein jede siebte in einer deutschen Großstadt. 61,2 Prozent des Fondsvermögens sind in Büroimmobilien angelegt, weitere 22,9 Prozent in Handels – oder Gastronomiegebäuden. Performance-Spitzenreiter in der Drei-Jahres-Bewertung ist der auf Wohnimmobilien setzende “Wertgrund Wohnselect D” der TMW Pramerica Property Investment GmbH. (vwh/lie)

Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

bestellen_vwhLesen Sie den vollständigen Beitrag “Immobilien besser als Vater Staat” in der aktuellen Ausgabe der VALUE. Das Beratermagazin, 05/15 (Einzelbeitrag 3,81 Euro)

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