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OECD-Studie: In der Finanzkrise gewinnt Bundesregierung an Vertrauen

06.11.2013 – oecd-better-life-indexEin gutes Krisenmanagement während der jüngsten Finanzmarkt- und Euro-Schuldenkrise hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) der deutschen Bundesregierung bescheinigt. Nach dem gestern veröffentlichten OECD-Bericht „How’s Life?“ wuchs das Vertrauen in die Bundesregierung in den fünf Jahren bis 2011 um sieben Prozentpunkte. Mit 42 Punkten liege der Wert auch über dem OECD-Durchschnitt, während in den Krisenländern das Vertrauen in Regierung und öffentliche Institutionen deutlich geschwunden sei.

Wie das OECD-Büro in Berlin weiter mitteilte, verbesserte sich ungeachtet der Krise die Lebensqualität in Deutschland, weil sich die entscheidenden Faktoren für das Wohl und die Zufriedenheit der Menschen nicht verschlechtert hätten. So sei etwa das inflationsbereinigte verfügbare Haushaltseinkommen in Deutschland zwischen 2007 und 2012 um insgesamt vier Prozent gestiegen, während sich in der Eurozone im selben Zeitraum ein Rückgang um zwei Prozent eingestellt habe. Überdurchschnittliche Einkommenseinbußen gab es den einzelnen Tabellen zufolge in Italien und Griechenland. In beiden Ländern sank das Einkommen zwischen 2008 und 2011 in jedem Jahr. In Spanien und Irland wurden für die Jahre 2010 und 2011 markante reale Einkommensverluste festgestellt.

Einen starken Einfluss auf die Zufriedenheit der Menschen geht dem OECD-Bericht zufolge von der Lage am Arbeitsmarkt aus. So gaben im vergangenen Jahr 61 Prozent der befragten Deutschen an, dass sie mit ihrem Leben zufrieden seien. Dies seien acht Prozentpunkte mehr als zu Beginn der Krise gewesen. Dagegen seien die Werte der Lebenszufriedenheit in den Eurokrisenländern Griechenland, Spanien und Italien um bis zu 20 Prozentpunkte abgesackt. Eine höhere Lebenszufriedenheit bedeutet auch, dass die Menschen weniger Stress empfinden. In vielen OECD-Ländern nahm das Stressempfinden gegenüber den Jahren vor 2009 zu. „Deutschland gehört auch bei diesem Indikator zu den deutlichen Ausnahmen, hier nahm der Stress in der Bevölkerung ab“, stellt die OECD fest. Und beim Blick in die Zukunft sind die Deutschen weitaus optimistischer als viele andere OECD-Mitgliedstaaten. Gefragt nach der voraussichtlichen Zufriedenheit in fünf Jahren waren die Menschen im Durchschnitt der OECD im Jahr 2005 wesentlich optimistischer als 2012. Dabei bildet Deutschland wiederum eine Ausnahme. Die Bundesrepublik ist eines von nur sieben der 28 OECD-Länder, in denen der Anteil der Optimisten mindestens gleich hoch blieb wie 2005. (brs)

Link: OECD – How is life? (Die Einkommens- und Wachstumsgrafiken je Land gib es ab Seite 31 der in englisch abgefassten Studie)

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