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Noch Luft nach oben für die bAV

02.11.2016 – bav Altersvorsorge by_Bernd Kasper_pixelio.deDerzeit bezieht nur jeder dritte Rentner Geld aus einer bAV, heißt es im Alterssicherungsbericht 2016 der Bundesregierung. Die Einkünfte daraus sind genauso hoch wie aus individueller Vorsorge: Im Schnitt 418 Euro monatlich. Von den 43,6 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland sind gut 31 Millionen sozialversicherungspflichtig. Das Potenzial in der betrieblichen Altersversorgung ist also immer noch groß.

Je nachdem, um was für eine Art von Haushalt es sich handelt, schwankt die Verbreitung der bAV zwischen 44 und 66 Prozent, stellen Martin Beznoska und Jochen Pimpertz vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IDW) fest. Sie haben Daten aus fünf Quellen zusammengeführt, darunter das Sozioökonomische Panel (12.000 Befragte), die Arbeitskostenerhebung des Statistischen Bundesamts, eine TNS-Infratest-Umfrage (Alterssicherung in Deutschland) im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums (27.000 Befragte ab dem Alter von 55 Jahren) und die aktuelle Trägerbefragung, ebenfalls durch TNS Infratest.

Die IDW-Forscher sehen das Hauptproblem der Altersvorsorge in der Arbeitslosigkeit. “Ein bedeutsames Hindernis für die betriebliche und geförderte private Altersvorsorge scheint unfreiwillige Arbeitslosigkeit zu sein”, schreiben Pimpertz und Beznoska. “Vor diesem Hintergrund stellt sich einmal mehr die Frage, wie weit die politisch verhandelten Vorschläge problemadäquate Lösungen bieten.”

Trotz der guten Wirtschaftslage hat sich eine bAV-Müdigkeit breit gemacht. Das Interesse der Arbeitnehmer an der bAV ist stabil, trotzdem bieten aktuell nur noch 76 Prozent der Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern Betriebsrenten an, berichteten die Meinungsforscher von Yougov im Frühjahr (bAV-Report 2016). 2013 waren es 82 Prozent.

“2015 ist die Nachfrage der Beschäftigten nach neuen Betriebsrenten zum Stillstand gekommen”, bestätigt eine Studie des F.A.Z. Instituts zusammen mit der Generali. Bemerkenswerterweise haben die Arbeitgeber ihr Engagement in der bAV ausgebaut. Insgesamt bieten mittelständische Unternehmen (50 bis 500 Mitarbeiter) im Schnitt 1,5 bAV-Varianten an.

“Die bAV-Verantwortlichen im Mittelstand sehen den Hauptgrund für die schwache Marktdurchdringung zuerst bei den Mitarbeitern”, heißt es in der Generali-Studie. So hätten diese nur geringe Finanzreserven und wenig Interesse an der Entgeltumwandlung. Aus Arbeitgebersicht sei nicht so sehr die Haftung das Problem als der hohe Verwaltungsaufwand. Kritik üben die bAV-Verantwortlichen auch an umfangreichen Vorschriften und Regelungen, die die bAV hemmen. (vwh/ba)

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der neuen Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft.

Bild: Nur ein Drittel der Rentner bezieht Geld aus der betrieblichen Altersversorgung. (Quelle: Bernd Kaspar / pixelio.de)

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