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Naturkatastrophen-Risiken für weltweite Ballungsgebiete

20.09.2013 – Der Rückversicherer Swiss Re hat jetzt eine Studie vorgelegt, die anhand eines Risikoindexes das Gefahrenpotential für Mensch und Wirtschaft in 616 Städten auf der ganzen Welt  aufzeigt. Unter dem Titel „Mind the Risk: A global ranking of cities under threat from natural disasters” will die Untersuchung ein Zeichen setzen, damit Maßnahmen ergriffen werden, um die Naturkatastrophenrisiken für Ballungsgebiete weltweit zu mindern.

Matthias Weber, Group Chef Underwriter Officer von Swiss Re erläutert den Zweck der Studie, die in einem Ranking die Gefahrenpotenziale für die weltweiten Ballungsräume darstellt. „Wir müssen besser verstehen, was Großstädte widerstandsfähig macht und welche Entscheidungen in Bezug auf Investitionen und Infrastruktur notwendig sind.” Dann könnten Verluste an Menschenleben, Sachschäden und die negativen Folgen auf die Wirtschaftsproduktion reduziert werden. „Für 380 Millionen Menschen in Großstädten, so Weber, „stellen Flussüberschwemmungen ein Gefährdungspotenzial dar.” 280 Millionen Stadtbewohner seien dem Risiko ausgesetzt, von einem schweren Erdbeben betroffen zu sein.

Die Swis Re Studie analysiert, welche verheerenden Folgen Überschwemmungen, Stürme Sturmfluten, Erdbeben oder Tsunamis auf die Menschen und auf die regionale sowie nationale Wirtschaft haben, weil die Menschen nicht mehr zur Arbeit gehen können. Ein schweres Erdbeben im Raum Tokio-Yokohama betrifft rund 29 Millionen Menschen. Bei Berücksichtigung aller Naturgefahren ist dieses Ballungszentrum das weltweit gefährdetste, gefolgt von Manila und dem Pearl River Delta in China. Los Angeles rangiert im weltweiten Ranking auf Platz neun.

Weil durch Naturkatastrophen die Menschen nicht mehr zur Arbeit gehen können, sind Produktivitätsausfälle in der Wirtschaft die Folge. Nach der Studie weisen Ballungszentren wie Tokio, Los Angeles, New York und Amsterdam-Rotterdam ein hohes Risikopotenzial hinsichtlich Produktionsausfällen auf (gemessen am Wert der verlorenen Arbeitstage). So kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass ein verheerendes Erdbeben in Los Angeles gleich viele Menschen treffen würde wie in Jakarta. Der Wert der verloren Arbeitstage in der US-Metropole ist aber um das 25fache höher. In Großstädten wie Lima, aber auch in kleineren Städten wie San José in Costa Rica trifft eine Naturkatastrophe gleich massiv das gesamte Land.

Flussüberschwemmungen sind die mit Abstand größte Bedrohung für die Ballungsräume. Bei der Betrachtung der durch Überschwemmungen gefährdeten Menschen sind die Städte Indiens und Chinas besonders exponiert. Geht man allerdings vom wirtschaftlichen Schadenpotenzial aus, rangieren europäische Städte wie Amsterdam-Rotterdam, Paris, Mailand und London auf den oberen Rängen des Rankings.

swiss-re-uebersicht

Quelle: Pressemitteilung der Swiss Re: Flussüberschwemmungen und Erdbeben bergen für Ballungsgebiete die größten Katastrophenrisiken

Link: Swisse Re-Studie „Mind the Risks: A global ranking of cities under threat from natural disasters (PDF)

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