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Mitarbeiter 2020: Unternehmer im Unternehmen

03.11.2014 – Loroch_UmantisBottom-Up oder gar hierarchiefrei könnten künftige Organisationsmodelle funktionieren, ein Erfolgsmodell auch für Versicherer? Andreas Loroch, Talent Manager Ambassador bei der Haufe-Umantis AG, blickt im Interview mit VWheute in die mögliche Zukunft erfolgreicher Führungskultur – auf die Mitarbeiter als Unternehmer im Unternehmen und die Rolle der Führungskräfte jenseits reiner Managementtätigkeit.

VWheute: Welche Rolle werden die Mitarbeiter im Jahr 2020 einnehmen, um den Erfolg eines Unternehmens auch weiterhin zu gewährleisten?

Andreas Loroch:
Mitarbeiter sind die nachhaltige Grundlage für unseren wirtschaftlichen Erfolg: Menschen, die das Richtige richtig tun. Denn sie sind es, die mit ihrem Wissen und ihrer Motivation den Motor für Wachstum bilden. Nicht Prozesse. Nicht Technologien. Sie leisten einen direkteren und größeren Beitrag zum Unternehmenserfolg. Sie steigern die Wertschöpfung durch Wertschätzung. Sie agieren verantwortungsvoll, als Unternehmer im Unternehmen, in einer Kultur des Vertrauens. Ihr Denken und Handeln ist durch innovieren, adaptieren und engagieren bestimmt. Sie sind der entscheidende, strategische Wettbewerbsvorteil und das Maß für den Erfolg in immer komplexer werdenden Märkten.

Welche neuen Herausforderungen bringt dies für Führungskräfte mit sich?

Die wesentliche Herausforderung liegt darin, sich in der permanenten Veränderung von Märkten und Geschäftssystemen neu einzufinden. Visionen werden zur planbaren Dimension, Organisationsmodelle funktionieren Bottom-Up oder gar hierarchiefrei, in vernetzen Systemen. Die Welt außerhalb und innerhalb von Unternehmen ändert sich grundlegend. Führen gewinnt gegenüber dem Managen klar an Bedeutung. Führungskräfte sind zugleich Architekten, Entwickler und Betreiber neuer Geschäftssysteme. Dies sind Systeme, die kontinuierlich an den Chancen des Marktes ausgerichtet werden, Systeme die die Kreativität, Performanz und Produktivität der Mitarbeiter fordern und fördern. Permanentes Transformieren wird zur Normalität. Fragen wird bedeutender als Sagen.

Worin wird sich moderne und zukunftsorientierte Unternehmensführung künftig von den klassischen Modellen unterscheiden?

Sie wird zunehmend transformationell. Verantwortung wird stark dezentralisiert. Mitarbeiter werden zu erwachsenen Entrepreneuren oder besser noch zu Intrapreneuren. Sie bestimmen den Unternehmenserfolg maßgeblich mit und sind dafür bereit, sich zu verbinden und zu verpflichten. Vorgabe und Kontrolle haben ausgedient, bremsen den Erfolg. Hierarchien lösen sich auf und finden sich in einem dynamischen Mix von Organisations- und Führungsmodellen wieder. Fehlertoleranz und Wertschätzung führen zur organisatorischer Bestleistung.

Die Fragen stellte VWheute-Redakteur Tobias Daniel.

Bildquelle: Umantis AG

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