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Mit Captives Prämien langfristig stabil halten

12.11.2014 – Hoffmann_XLGRoupBeitrag von Reiner Hoffmann, Lead Consultant Complex Account Underwriting, XL Group.

Damit Captives Wettbewerbsvorteile schaffen, müssen sie Bestandteil der Geschäftsstrategie werden. Interessant ist eine Captive-Lösung gerade auch für ungewöhnliche und neu entstehende Risiken, die auf den traditionellen Märkten nicht oder nur sehr teuer transferiert werden können.

Unternehmenseigene Versicherer können langfristig einen Wert für Industrieunternehmen schaffen. Prämiengewinne bedeuten aber weniger Liquidität für die Muttergesellschaft. Ein möglichst hohes Jahresergebnis kann auch nicht das strategische Ziel sein, weil die Prämieneinnahmen einer Captive ja hauptsächlich durch die Konzerngesellschaften gespeist werden.

Ein wichtiges wirtschaftliches Motiv für die Gründung einer Captive ist es, für deren Eigentümer ein diversifiziertes Risikoportfolio aufzubauen. Unternehmen sollten sich in diesem Zusammenhang zwei Fragen stellen. Erstens: Hat die Captive die nötige kritische Masse, um nachhaltig arbeiten zu können? Vielen Captives fehlt es an ausreichendem Geschäftspotential. Zweitens: Ist das Risiko breit genug gestreut, so dass ein ausgewogenes Portfolio entsteht?

Ein ausgewogenes Portfolio bietet einer Captive sowohl Stabilität als auch Flexibilität. Große Versicherer können dank Skaleneffekten niedrige Prämien für Standardprodukte bieten, besonders in weichen Märkten. Doch wenn bei einzelnen Kunden in einer Sparte hohe Schäden zu begleichen sind, werden im Folgejahr die Prämien üblicherweise angepasst. Captives unterliegen üblicherweise keiner Spartenorganisation: Dort laufen alle Prämien in einer Bilanz zusammen, um Schäden egal welcher Art zu begleichen. Wenn in einem Jahr hohe Sachschäden anfallen, können andere Versicherungssparten die Verluste oft ausgleichen. So kann das Gesamtprämienniveau, unabhängig von den Schwankungen des Marktes, langfristig stabil gehalten werden.

Captives bieten zudem höhere Kontinuität, indem sie ihren Konzernunternehmen verlässlich Deckungen zu risikotechnisch adäquaten Kosten bereitstellen.

Konzerneigene Captives können Teil einer dann erfolgreichen Geschäftsstrategie sein: Nehmen wir als Beispiel den Hersteller einer Druckmaschine. Seine qualitativ hochwertigen Maschinen konkurrieren international auch mit Billigprodukten. Warum sollte ein Unternehmen, das seinerseits einem hohen Wettbewerbsdruck unterliegt, eine Maschine für 1 Million Euro kaufen, wenn es bereits Maschinen mit ähnlicher Funktionalität für 350.000 Euro gibt?

Als Alternative zu einem Preis- und Qualitätssenkung könnte der Qualitäts-Hersteller auch eine außergewöhnliche Garantie anbieten, die für Kosten bis 10 Millionen durch Schäden aller Art und Geschäftsunterbrechungen aufkommt. Diese Art von „Vollgarantie“ kann nur durch eine firmeneigene Captive garantiert werden; sie verschafft dem Hersteller der hochwertigen Maschine einen Vorteil gegenüber den billigeren Wettbewerbern. Unser Ziel bei XL Group ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, Captives so einzusetzen, dass sie ihnen den entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Foto: Reiner Hoffmann, Lead Consultant Complex Account Underwriting, Primary Casualty, IPC bei der XL Group (Quelle: XL Group)

Link: Wettbewerbsfähiger dank Captives (XL Online-Portal Fast Fast Forward)

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