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Michael Diekmann: “Es war intensiv, aber es hat Spaß gemacht!”

07.05.2015 – allianz_diekmann_bate_150Es sind keine normalen Zeiten, in denen die Allianz ihre Führungsposition neu besetzt. Nach zwölf Jahren an der Spitze des Unternehmens präsentierte Michael Diekmann auf der Hauptversammlung in der Münchener Olympiahalle trotzdem eine Rekordbilanz. Dafür gab es jede Menge anerkennende Worte vom Stakeholder. Nachfolger Oliver Bäte, mit vielen Vorschusslorbeeren bedacht, sah sich da schon kritischeren Fragen ausgesetzt. VWheute präsentiert die besten Zitate einer historischen HV.

Michael Diekmann, scheidender Vorstandsvorsitzender der Allianz S.E. zu seiner Zeit als Vorstands-Chef: “Es war intensiv, aber es hat Spaß gemacht!”

Zum Geschäftsausblick für 2015: „Unsere Ergebnisse des ersten Quartals sind ein guter Auftakt für das Jahr 2015 und wir bleiben zuversichtlich, unser Gesamtjahresziel für das operative Ergebnis von 10,4 Milliarden Euro, plus-minus 400 Millionen Euro zu erreichen“.

Zur zukünftigen Entwicklung der Allianz-Aktie: “Ich teile nicht die Meinung der Analysten die intonieren: jetzt ist alles herausgeholt”.

Mit Blick auf Russland und China: “Man muss das Risiko vor Ort verstehen, man braucht ein lokales Management”.

Zur Personalie Markus Rieß, der sich ebenfalls Hoffnung auf den Allianz-Vorsitz gemacht hatte: “Es zeichnet die Allianz aus, dass viele Manager an der Spitze anderer Versicherungen von der Allianz kommen, siehe Versicherungskammer Bayern, Provinzial und jetzt eben Ergo”.

Zur Steuervermeidungsstrategie anderer Unternehmen: “Die Allianz steht nicht als Steuersparer in der Zeitung”.

Finanzvorstand Maximilian Zimmerer zur Geldpolitik der EZB: “Ich rechne damit, dass die EZB über “quantitativ easing” den Kurs weiter drückt. Ob das nachhaltig ist, mögen andere beurteilen”.

Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Perlet über die Ära Diekmann: “Ihre Bilanz ist beeindruckend, Sie haben das Unternehmen in stürmischen Zeiten mit großer Disziplin und ruhiger Hand geführt”.

Daniela Bergdolt, Aktionärsvertreterin: “Sie hinterlassen ein wohlbestelltes Haus, die Altlasten sind bereinigt. Sie haben das Kunststück fertig gebracht, die Dresdner Bank an die Commerzbank zu verkaufen und den sensiblen Bereich Pimco aus den Schlagzeilen gebracht. Sie haben sich verdient gemacht und ich freue mich, Sie in spätestens zwei Jahren wiederzusehen”, (als Aufsichtsratsvorsitzender; Anm. d. Red.).

Bergdolt an die Adresse des künftigen Vorstands-Chefs Oliver Bäte: “Wenn sich die Digitalisierung Bahn bricht, muss die Allianz schon da sein!”

Bergdolt an Bäte zur strategischen Neuausrichtung des Unternehmens: “Bitte sagen Sie etwas!”

Aktionär Buhlmann mit Blick auf den Dauerregen in München und auf die Vitaldaten der Allianz: “Die Liquidität draußen ist so wie hier drinnen”.

Buhlmann an die Adresse Bätes, ebenfalls zur strategischen Neuausrichtung des Unternehmens: “Bäte muss etwas sagen, damit die 3.000 Aktionäre neben der Dividende noch etwas mit nach Hause nehmen können!” (vwh/ak)

Bild: Michael Diekmann (li.) und Oliver Bäte, der alte und der neue Vorstandsvorsitzende der Allianz auf der Hauptversammlung in München. (Quelle: ak)

Link: Siehe auch UNTERNEHMEN.

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