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Medienresonanz auf Rückversicherer-Berichte

08.11.2013 – Etliche Rückversicherer wie die Munich Re oder Swiss Re veröffentlichten dieser Tage ihre Quartalsberichte. Angesichts der weiterhin schwächelnden Weltkonjunktur, Unsicherheit an den Kapitalmärkten und einem zunehmenden Wettbewerb unter den Versicherern wurden diese mit Spannung erwartet. Wie aber berichteten die Medien über die Geschäftszahlen? Wie unterschiedlich die Interpretationen ausfielen, zeigt ein Resonanzreport.

Die Presseagentur dpa meldete eine „zuversichtliche“ Munich Re: Die Hagel- und Flutschäden in Deutschland hätten den Rückversicherer nicht „aus der Bahn werfen“ können. Der Interpretation schließt sich auch das Schweizer Magazin Cash an, welches positiv bewertet, dass die Munich Re trotz einem Gewinnrückgang die Vorhersagen der Analysten übertreffen konnte. Diese Entwicklung begrüßte auch die FAZ, die sich gleichzeitig von den Ergebnissen wenig überrascht zeigte. Andreas Deutsch, Finanzexperte von Der Aktionär, sprach von guten Geschäftszahlen und sieht v. a. die Bekräftigung des Gewinnausblicks für das Gesamtjahr 2013 von drei Mrd. Euro durch das Unternehmen positiv.

Das Handelsblatt teilte diese Einschätzungen nicht ganz: So wurde der Einbruch des Gewinns negativ gewertet, nachdem Analysten und Investoren zum Halbjahr noch auf eine Anhebung der Prognose gehofft hatten. Das Tagesgeschäft laufe angesichts der Naturkatastrophen nicht rund. Das Handelsblatt bewertete auch den Rückkauf von Aktien in Höhe von bis zu einer Milliarde Euro bis April 2014 kritisch, hatten Analysten auch hier mit einer noch höheren Rückkaufsumme gerechnet.

Ebenso uneindeutig fielen die Schlagzeilen zum Quartalsbericht der Swiss Re aus. Während die NZZ oder das Magazin Cash „Über der Konkurrenz: Swiss Re gut im Schuss“ bzw. „Swiss Re überrascht mit hohem Gewinn“ titelten, sahen das deutsche Medien wie z. B. das Handelsblatt etwas anders: „Gewinn halbiert: Naturkatastrophen verhageln Swiss Re das Ergebnis“. Trotzdem wiegelte auch das Handelsblatt ab, Analysten hätten mit einem geringeren Gewinn von 840 Mio. US-Dollar statt den nun erreichten 1,1 Mrd. US-Dollar gerechnet. Die FAZ sprach ebenso von einem „herben Gewinnrückgang“, der nur durch die Auflösung nicht mehr benötigter Reserven aufgefangen werden konnte. Die Swiss Re wirtschaftete laut NZZ im dritten Quartal aber besser als die Munich Re. Dabei verwies die Zeitung auch auf die Entwicklungen an der Börse: Die Aktie der Munich Re verlor nach Bekanntgabe der Quartalsergebnisse, während die Swiss-Re-Titel auf ihren höchsten Stand seit Juni 2008 stiegen. Auch das Magazin Cash bewertete die Geschäftsentwicklung des Schweizer Rückversicherers positiv und führte dies zum Teil auf das Ausbleiben teurer Katastrophen zurück. (ls)

Links: Focus Bericht, Finanznachrichten Bericht, Handelsblatt Bericht, FAZ Bericht, Handelsblatt zur Swiss Re, Agenturmeldung Swiss Re, FAZ Übersichtsbericht, Cash Bericht, NZZ Bericht Swiss Re, Cash zur Swiss Re, Cash zur Munich Re

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