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“Lokale Risiken zentral managen”

06.06.2014 – willi-150Über die Auswirkungen der Globalisierung auf das Industrieversicherungsgeschäft und die Hürden der Implementierung einheitlicher Riskmanagement-Strategien auf internationaler Ebene diskutierten Branchenexperten beim Mediengespräch der Zurich Deutschland am Rande der Global Service Conference. Die Marschrichtung ist klar definiert.

Welche Risiken stellen in einer von Vernetzung geprägten Industrie die größte Bedrohung dar?

Christoph Willi, CEO Zurich Global Corporate Deutschland: Extreme Wettereignisse, Cyberrisiken und die daraus resultierenden Lieferkettenunterbrechungen gehören zu den wichtigsten Risiken der Gegenwart. Sie sind präsenter denn je. Gleichzeitig steigen die wirtschaftlichen Abhängigkeiten auf internationalen Märkten. Mit integrierten Versicherungsprogrammen und weltweitem Versicherungsschutz sollen lokale Risiken zentral gemanaged werden.

Von welchen Faktoren hängt die erfolgreiche Implementierung globaler Versicherungsservices in erster Linie ab?

Georg Bräuchle, Geschäftsführer Marsh Deutschland: Das Thema steht und fällt mit den Personen und der Unternehmenskultur. Ein globaler Spirit ist unabdingbar. Mit dem Spirit alleine kommt man allerdings nicht weiter. Auch organisatorisch muss alles zusammenpassen und in den Geschäftsoperationen zusammenfließen. Hier geht es in erster Linie darum, transparente IT-Tools verfügbar zu machen, auf die jeder zurückgreifen kann.

Wie kann man sich den Dialog mit internationalem Klientel in der Praxis vorstellen?

Hartmuth Kremer-Jenssen, Mitglied der Geschäftsführung Aon Deutschland: Man setzt sich mit Kunden zusammen und sucht nach Lösungen. Man muss der Frage nachgehen, was in einem Land erwartet wird. Letztendlich hängt der Service immer davon ab, was der Kunde will, z.B. einen Vollservice oder eher eine kurze Einführung zum adäquaten Umgang mit Risiken. Solche Aspekte müssen geklärt werden. Vor allem muss der Kunde wissen, welche Dienstleistung er sich lieber sparen und welche er in Anspruch nehmen will. Details werden dann im direkten Dialog abgesprochen.

In welchen Bereichen des Industrieversicherungsgeschäfts besteht Nachholbedarf?

Bernd Einmold, Chief Placement Officer Willis: In den letzten Jahren ist das Geschäft sehr umfangreich geworden. Im D&O-Bereich tun sich aber viele noch immer schwer. Zudem befindet sich das Managen von Cyberrisks  in Deutschland noch im Entstehungsprozess. Aufholbedarf gibt es auch bei internationalen Kfz-Programmen. (mst)

Foto: Christoph Willi, CEO Zurich Global Corporate Deutschland (Foto: mst)

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