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Lob der Ausdauer

13.12.2013 – Ohne Versichertengemeinschaft sei heutzutage keine vernünftige Altersvorsorge-Planung möglich, da niemand wisse wie alt er wirklich wird und ob das angesparte Geld bis zum Ende der Tage reicht. Niemand könne sich auf die durchschnittliche Lebenserwartung verlassen. “Etwa die Hälfte der Menschen stirbt früher, die andere später. Kaum jemandem gelingt die Punktlandung”, erklärt Ergo Leben-Vorstand Johannes Lörper mit einem Augenzwinkern.

Daher funktioniere die individuelle Vorsorge über Renten aus verzinstem Kapital oder aus Renten mit Kapitalverzehr (Auszahlungsplan) weit weniger gut als Renten aus Rentenversicherungen. Während ewige Renten nur aus Zinsen gespeist werden und das Kapital z.B. für Erben unangetastet lassen und Auszahlungspläne die Gefahr in sich bergen, dass am Ende des Kapitals noch Leben übrig ist, reicht bei Rentenversicherungen das Kapital auf jeden Fall bis zum Lebensende – auch dank Restguthaben aus der Versichertengemeinschaft. “Die Unterschiede in der Lebenserwartung können im Versichertenkollektiv auf Grund der großen Zahl der Versicherten gut ausgeglichen werden”, argumentiert Lörper weiter. “Wer alt wird profitiert von den Vererbungseffekten, bekommt also praktisch das Geld von denjenigen, die früher gestorben sind.” Wer Geld an Kinder vererben will, muss sich das leisten können. Alle anderen sollten es in Form einer lebenslangen Leibrente verbrauchen. Eine solche Balance zwischen Risiko und Rendite über einen so langen Zeitraum hinweg, gebe es so nur bei einer Lebensversicherung. “Gerade bei niedrigen Zinsen, bei denen es keine Alternativprodukte für die langfristige Altersvorsorge gibt, sind Rentenversicherungen zur Absicherung eines lebenslangen Einkommens unverzichtbar”, fasst der Ergo-Vorstand zusammen. Und wenn die Zinsen wieder steigen, dann werde die Rentenversicherung zwar formal unattraktiver – aber aufgrund der langen Laufzeiten erfolge auch hier ein relativer Ausgleich.

Ein häufiger Kritikpunkt, denen Rentenversicherungen ausgesetzt sind, betrifft die Kosten. Doch auch hier schneidet sie im Vergleich zu Bank- und Fondssparplänen gar nicht so schlecht ab, wie Johannes Lörper vorrechnet. Zumindest wenn man die gesamte Laufzeit von 30 und mehr Jahren betrachtet. Während bei der Rentenversicherung in den ersten fünf Jahren hohe Kosten anfallen, steigen bei den anderen Sparformen mit wachsendem Kapital die laufenden Kosten. Bei der Versicherung sind sie ab dem sechsten Jahr konstant auf niedrigem Niveau. Daher sei die Rentenversicherung nicht für den schnellen Verbrauch bestimmt, was dem Altersvorsorge-Gedanken entspricht. Etwa mit dem 14. Jahr werde der Breakeven mit den Einzahlungen erreicht, hat man also so viel Geld auf dem Konto wie man eingezahlt hat. Danach wächst der Auszahlungsbetrag deutlich über den Einzahlbetrag hinaus, so dass Kunden belohnt werden, die den Vertrag bis zum Ablauf durchhalten. Zwar werde immer davon gesprochen, dass die Hälfte der Verträge vor der Zeit gekündigt werden. Das beträfe aber vor allem die allerersten Jahre und sei aus den erwähnten Gründen natürlich mit Verlusten verbunden. „Aber rund 80 Prozent der Leistungen gehen an Kunden, die das Ende der Vertragslaufzeit erreichen und dem Zweck der Rentenversicherung entsprechend eine Rente beziehen. Damit ändert sich auch hier das Bild entscheidend“, entkräftet er ein weiteres Argument. (epo)

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