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Künstliche Intelligenz für die Versicherungswirtschaft

12.07.2016 – Roboter_Fotolia“Alles was Du kannst, kann künstliche Intelligenz besser”, lautet der Titel eines Business Cases, das Statements von AIG und der Zurich zum Thema Machine Learning zusammenfasst. Das Fazit für die Versicherungswirtschaft: In Betrugserkennung, Schadenmanagement, Marketing und Prävention sehen die Experten deutliches Optimierungspotenzial durch Maschinen.

“Enormes Potenzial” sieht AIG-Manager George Argesanu, der weltweit den Bereich Advanced Analytics verantwortet. Zwar hätten Aktuare und Statistiker immer schon historische Daten nach Mustern durchsucht, die dabei helfen, künftige Schäden zu prognostizieren. “Mit künstlicher Intelligenz erhalten Sie Einblicke in Bereiche, bei denen traditionelle Methoden versagen”, unterstreicht er. “Schon immer durchsuchen wir Daten nach Mustern”, erklärt Monika Schulze, Head of Marketing bei der Zurich. “Jetzt können wir sogar diese Suche automatisieren.” Aufwändige Algorithmen könnten dies besser als Menschen.

Selbstlernende Maschinen, ist Argesanu überzeugt, würden eine ständige Schleife von Feedback und Entscheidungen fahren. Für Versicherer empfehlen beide einen pragmatischen Ansatz:

Bevor der Sprung ins kalte Wasser gewagt wird, sollte ein Proof of Concept für einzelne Projekte in Sachen künstlicher Intelligenz eingefordert werden. Es sei sinnvoll, zunächst in Unternehmensbereiche einzusteigen, in denen ausreichend Daten in hoher Qualität vorliegen, um die Algorithmen überprüfen zu können. “Ohne Kennzahlen zur Erfolgsmessung läuft nichts”, lautet das Experten-Credo.

“Was irgendwie nach Routine aussieht, wird in den nächsten Jahren automatisiert, und zwar auch im direkten Kontakt mit den Kunden”, warnt Christian Rieck, Lehrstuhlinhaber an der FH Frankfurt, im Interview mit VWheute.

Für den Philosophen Nick Bostrom ist die künstliche Intelligenz ein existenzielles Risiko. Bei der kommenden Revolution stehe gar die Zukunft der Menschheit auf dem Spiel. “Genau wie das Schicksal von Gorillas heute stärker von uns Menschen als von Gorillas selbst abhängt”, werde das Schicksal der Spezies Mensch künftig von maschineller Superintelligenz bestimmt. (vwh/ku)

Bildquelle: Fotolia

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