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Kunst als Geschäftszweig für Versicherer

21.03.2016 – axa_art_cptDer internationale Kunsthandel erzielt seine Umsätze zunehmend auf Auktionen und internationalen Messen. Glanzlicht war die jährlich im niederländischen Maastricht stattfindende Tefaf. Allerdings scheint auch die Finanzkrise von 2009 ihre Spuren hinterlassen zu haben, gingen die Weltmarktumsätze laut 2015 um sieben Prozent auf 63,8 Mrd. US-Dollar zurück. Für die Versicherer scheint Kunst dennoch ein lukratives Geschäft zu sein.

Laut einer jährlichen Studie über den Weltkunstmarkt von Clare McAndrews reduzierten sich 2015 die Weltmarktumsätze in Sachen Kunst um sieben Prozent auf 63,8 Mrd. US-Dolar Vom sich abzeichnenden Bersten einer Blase könne noch nicht gesprochen werden, doch könne 2016 dennoch eine Trendwende einläuten. Der Markt schwächele insbesondere im mittleren Segment (Objekte zwischen 50.000 und einer Mio. US-Dollar).

Der Schwerpunkt liege nun vor allem in den Kategorien postwar contemporary & contemporary mit 46 Prozent sowie modern mit 30 Prozent der Umsätze. 2015 habe ein Picasso 179 Mio. US-Dollar eingebracht, ein Modigliani etwa 170 Mio. US-Dollar. Vor allem bei den alten Meistern fehle es an attraktiven Angeboten, da die Werke nach dem Verkauf über Generationen hinweg nicht mehr im Kunsthandel auftauchen. Nur für drei Werke seien jeweils bei den European Old Masters 2007 über zehn Mio. US-Dollar erzielt worden.

Auch für die Versicherer ist der Kunstmarkt längst zu einem lukrativen Geschäft geworden. Seit Februar 2016 ist beispielsweise Axa Art auch Geschäftspartner von Collectrium, dem Lieferanten einer Verwaltungssoftware für private Kunst- und Sammlungsinventare, die Objektbeschreibungen, Anschaffungspreise, Fotos und eingescannte Dokumente zusammenhält. Zum Leistungsumfang gehört auch die Lieferung von aktuellen Nachrichten aus der Kunstwelt sowie von Auktionsergebnissen, anhand derer die Wertenwicklung der eigenen Sammlung fortgeschrieben werden kann.

Um Collectrium rankt sich zudem ein Ökosystem, dem Kunsttransporteure (Momart in Großbritannien), weitere Kunstversicherer (Chubb’s, Hiscox), Kunstsachverständige und Kunstkreditgewährer sowie auch die Sammler bei der Dateneingabe unterstützende Spezialisten angehören. Die 2009 gegründete Collectrium gehört seit 2015 dem Auktionshaus Christie’s. Dank der Unterstützung durch mehrere führende Kunstversicherer könnte sie zum Marktstandard werden. (vwh/cpt)

Lesen Sie mehr dazu in Kürze in der neuen April-Ausgabe des Businessmagazins Versicherungswirtschaft.

Bild: Die Axa Art auf der Tefaf in Maastricht. (Quelle: cpt)

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