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“Kostenrisiken beim Mindestlohn minimieren”

25.01.2016 – bastian_okroy_hdiUnternehmen sind bereits zahlreichen Haftungsrisiken ausgesetzt. Ein weiteres Risiko ergibt sich nun auch durch den geltenden Mindestlohn. Unterstreitet ein Subunternehmen die bestehende Regelung, können auch deren Auftraggeber haftbar gemacht werden. “Der Versicherungsschutz würde daher eine Abwehr von Ansprüchen der Beschäftigten standardmäßig nicht umfassen”, sagt Bastian Okroy gegenüber VWheute.

Inwiefern hat das Mindestlohngesetz zu Deckungslücken bei betrieblichen Rechtsschutz-Versicherungen geführt?

Bastian Okroy: Durch die Einführung des Mindestlohngesetzes besteht bei betrieblichen Versicherungslösungen, insbesondere im Bereich des Arbeits-Rechtsschutzes, eine Deckungslücke in den Allgemeinen Rechtsschutzbedingungen sowie großteils in den Spezial-Produkten einiger Industrie-Rechtsschutzversicherer.

Warum bleiben diese Haftungsrisiken für Unternehmen häufig im Verborgenen?

Bastian Okroy: Rechtsstreitigkeiten zwischen Unternehmen und ihren Beschäftigten im Hinblick auf die Zahlung von Löhnen und Gehältern sind heute schon in den Deckungen von Rechtsschutz-Versicherungen enthalten. Anders sieht es jedoch aus, wenn es um Lohnzahlungen von Mitarbeitern von Subunternehmen geht.

Worin besteht die Deckungslücke?

Bastian Okroy: Der Auftraggeber, also unser Versicherungsnehmer, hat gegenüber den Mitarbeitern von Subunternehmen nicht den Status eines Arbeitgebers. Der Versicherungsschutz würde daher eine Abwehr von Ansprüchen der Beschäftigten standardmäßig nicht umfassen. Deshalb haben wir unsere Rechtsschutz-Bedingungen entsprechend weiterentwickelt. Zusätzlich begleiten wir unsere Versicherungsnehmer bei der Geltendmachung von Regressansprüchen gegen die Subunternehmen – sofern sie durch Mitarbeiter der Subunternehmen erfolgreich auf Nachzahlung des Mindestlohns in Anspruch genommen worden sind.

Wie können Unternehmen auf diese wichtige Deckungserweiterung zugreifen?

Bastian Okroy: Wir bieten diesen erweiterten Deckungsschutz durch Vereinbarung einer zusätzlichen Klausel an. Damit können sich Unternehmen umfassend gegen diese Haftungsrisiken absichern und gleichzeitig Kostenrisiken minimieren, die infolge von rechtlichen Auseinandersetzungen entstehen. Mögliche Straf- und Ordnungswidrigkeits- oder Verwaltungsstreitigkeiten, die unseren Versicherungsnehmer betreffen können, sind bereits mitversichert.

Bild: Bastian Okroy ist Experte für Rechtsschutzversicherungen bei der HDI Global SE (Quelle: HDI)

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