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Klocke: „Kirchen brauchen eigene Produktgestaltung“

17.04.2014 – manfred_klocke_ecclesia_kleinDie Kirche gehört zu den zentralen, traditionellen Geschäftsfeldern des Maklers Ecclesia Versicherungsdienst GmbH mit Sitz in Detmold. Rund 20.000 Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen in Deutschland und Österreich werden bei der Absicherung ihrer kirchenspezifischen Risiken betreut.

Die Versicherungslösungen stützen sich auf Rahmenverträge und Sammelverträge für Landeskirchen, Bistümer, Dekanate oder Kirchenkreise, freie Kirchen oder einzelne Gemeinden. Hauptgeschäftsführer Manfred Klocke, verantwortlich u.a. für den Geschäftsbereich Kirche und Öffentlichkeitsarbeit, im Interview mit VWheute-Korrespondent Wolfgang Otte.

VWheute: Ihre Eigentümer sind Caritas, Diakonie und Evangelische Kirche. Was ist das Besondere des Maklers Ecclesia Versicherungsdienst beim Versicherungsgeschäft mit den Kirchen?

Manfred Klocke: Wir haben von unseren Gesellschaftern den institutionellen Auftrag, durch Versicherungs- und unterstützende Dienstleistungen das Vermögen der Auftraggeber und ihrer Gliederungen oder Mitglieder zu schützen. Dies setzt erfolgreiche unternehmerische Tätigkeiten voraus, Fachkenntnis, partnerschaftliche Versichererkontakte, Konzentration allein auf den Kundennutzen und nicht auf die Gewinnmaximierung.

VWheute: Brauchen Kirchen und ihre Einrichtungen eine spezielle Beratung für den richtigen Versicherungsschutz und gegebenenfalls warum?

Manfred Klocke: Kirchen als lebendige Institutionen mit ihren Angeboten und Besitzungen, als Arbeitgeber und mit ihren unternehmerischen Aktivitäten in den dazu gehörenden Wohlfahrtsverbänden, benötigen grundsätzlich keine anderen Versicherungssparten wie Industrie, Handel und Gewerbe. Zum Schutz des ihnen anvertrauten Vermögens und der von ihnen übernommenen sozialwirtschaftlichen Aktivitäten ist für Kirchen und deren wohlfahrtspflegerische Einrichtungen eine spezielle Produktgestaltung notwendig, die sich aus der Schadenerfahrung und den besonderen Anforderungen an den Umgang mit Menschen ergibt. Eine solche Produktgestaltung gehört zum Leistungsbild eines Maklers, der Einfluss und Marktübersicht zu generieren hat. Deshalb ist es nur folgerichtig, dass die Gesellschafter es befürworten, wenn die so erzielten Erfolge auch von nicht konfessionellen Institutionen im selben Marktsegment genutzt werden.

VWheute: Was sind die Schwerpunkte beim Versicherungsschutz für Kirchen?

Manfred Klocke:  Sie sprechen jetzt die Kirche als Institution an und nicht als Mitträger der Wohlfahrtspflege. Die Arbeit ist von einem hohen Anteil ehrenamtlichen Engagements getragen. Zu nennen sind die Jugendarbeit, die Altenarbeit, Sport, Reisen und Freizeiten. Personen, die sich so engagieren, benötigen besondere Absicherungen gegen Vermögensschäden und die Gewissheit, dass sie zum Schutz der Gebäude oder Kunstwerte ausgefeilte Produkte und leistungsstarke Partner haben. Die kirchlichen Sammelverträge haben bei der Gestaltung der Haftpflicht- und Unfallversicherung “Ehrenamt” der deutschen Bundesländer Pate gestanden.

VWheute: Erhalten Kirchen besondere Vergünstigungen wie Rabatte?

Manfred Klocke: Als Ecclesia achten wir darauf, dass die Prämien leistungs- und sachgerecht sind. Es gibt niemanden, der den Versicherungsschutz für die Kirchen subventioniert.

VWheute: Was können sie besser als andere Makler, wenn es um Kirchen geht?

Manfred Klocke: Ein Spezialmakler hat immer die Möglichkeit, besser zu sein. Das dürfen unsere Mandanten erwarten. Im Übrigen ist unser Ursprung auf das Jahr 1909 zurückzuführen. Dass wir “Versicherung” können, wird vorausgesetzt. Wichtig ist, dass unsere Mitarbeitenden sich mit der Arbeit und den Aufgaben unserer Mandanten identifizieren und in deren Problemstellungen zu Hause sind.

VWheute: Wie kann man sich Versicherungsschutz für historische Kirchengebäude vorstellen?

Manfred Klocke:
Es kommt auf das Versicherungsprodukt und die Definition dessen, was wesentlicher Bestandteil eines Kirchengebäudes ist, an. Alles andere ist eine Frage der richtigen Wertebemessung. Über 100 Jahre Erfahrung schaffen eine Basis, die unsere eigenen Architekten und die Sachverständigen der Kirchen einbringen. Wer zum Beispiel den Bauversicherungsschutz des Wiederaufbaus der Frauenkirche in Dresden begleitet hat oder in der Schadenregulierung von Kirchenbränden mitwirkt, findet die richtigen Ansätze. Die Definition des Ersatzwertes für Kunst gehört ebenso dazu wie ein Versicherungsschutz, der dem Bedürfnis der Gläubigen, dass Kirchen offen sein sollten, Rechnung trägt. (wo)

Link: MÄRKTE

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