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Kein Yeti mehr, sondern Realität

14.04.2016 – botermann_epoDie Digitalisierung ist ein Prozess, der das gesamte Unternehmen verändert und in der Zusammenarbeit mit Maklern vor allem Chancen bietet, ist der Vorstandschef des Maklerversicherers Alte Leipziger-Hallesche Versicherungen, Walter Botermann, sicher. Zwar sei die Digitalisierung lange Zeit ein wenig wie ein Yeti gewesen, von dem Viele glaubten es gesehen zu haben, aber nicht recht sicher waren, ob es existiert.

“Jetzt ist die Digitalisierung aber tatsächlich da und verändert unsere Geschäftsmodelle disruptiv”, erklärte er gestern auf dem 11. Versicherungskongress des Technologiekonzerns IBM in Potsdam. Dazu treibe sein Haus einen Wertewandel voran, der vor allem in vier Bereichen passiere: in der Optimierung aller Prozesse in Bezug auf die Makleranbindungen; in der Installation eines internen Ideen-Laps, mit dessen Hilfe die besten Ideen aus den Köpfen der Mitarbeiter und den Tiefen der Hierarchien herausgeholt werden sollen; in der Optimierung der IT-Landschaft und von Datenbankenstrukturen sowie in der Präsenz des Unternehmens auf allen Plattformen, auf denen sich Kunden in Sachen Versicherungen tummeln.

“Ich bin davon überzeugt, dass einige Fintechs trotz der Fehler, die sie momentan vielleicht machen, überleben und an der Wertschöpfungskette teilhaben werden und wir gut daran tun, die besten Ideen aus diesem Bereich zu prüfen und Kooperationen einzugehen, wo sie sich anbieten”, positionierte er sich. Eine offene Wertediskussion in seinem Unternehmen, die gerade in Gang gekommen ist, fördere merklich die Motivation der Mitarbeiter.

An der Nutzung digitaler Angebote für die Kundenbindung gehe kein Weg vorbei, ist Botermann überzeugt. Kunden nutzen im Schnitt fünf Kanäle, um mit ihrer Versicherung in Kontakt zu treten. Sie sind rund 40 Stunden pro Woche online, und vor allem junge Leute suchen online und mobil nach Informationen zu ihrer möglichen Absicherung und nicht unbedingt den direkten Kontakt zum Vermittler. Um gerade die Makler zu unterstützen – und das sei nötig, da Versicherer wie die Alte Leipziger Hallesche vom Maklergeschäft leben – muss ihnen eine Gesamtsicht auf die Kunden mit allen verfügbaren Informationen, unabhängig von Sparte und Kanal, zur Verfügung gestellt werden. Dazu müsse es entsprechende Omni-Kanal-Schnittstellen geben. Zudem muss der Makler die Möglichkeit bekommen, Beratungen und Abschlüsse online und mobil durchzuführen, wenn Kunden dies wünschen.

Gute Erfahrung hat sein Unternehmen mit der Videoberatung gemacht, die bis Ende Februar getestet wurde. “Die Ergebnisse stimmen optimistisch”, berichtete der CEO. “Nicht nur die Abschlussquote hat sich verdoppelt. Auch Zeit und Kosten wurden in Größenordnungen eingespart, Kunden zeigten sich vielfach begeistert.” Als anschauliche Beispiele, wie digitale Technik den Beratungs- und Abschlussprozess unterstützt und Kundenzufriedenheit erhöht, nannte er die GWG-konforme Authentifizierung mittels Video-Ident, die automatisierte Risikoprüfung am Point of Sale sowie die E-Signatur, die Abschluss und Folgegeschäft erleichtere und beschleunige. (epo)

Bild: Walter Botermann, Vorstandschef der Alte Leipziger-Hallesche, auf dem IBM-Versicherungskongress (Quelle: epo)

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