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Investoren erwarten weiterhin hohe Renditen

07.12.2015 – philipp_patschkowski_collarEine “große Mehrheit der institutionellen Investoren erwartet unverändert Renditen im zweistelligen Bereich für Investitionen in Private-Equity-Fonds”, sagt Philipp Patschkowski, Investment Principal bei Coller Capital, gegenüber VWheute. Angesichts der jüngsten EZB-Entscheidungen und einem weiterhin “extremen Niedrigzinsumfeld” werde diese Assetklasse noch an Bedeutung gewinnen, glaubt der Experte.

VWheute: Ein zentrales Ergebnis des Barometers. Fast 90 Prozent der institutionellen Investoren erwarten eine Rendite von mehr als elf Prozent aus PE-Investments. Welche speziellen Investitionen werden hier besonders gefragt sein?

Die Renditen sind weiterhin solide und die große Mehrheit der institutionellen Investoren erwartet unverändert Renditen im zweistelligen Bereich für Investitionen in Private-Equity-Fonds. Die Assetklasse gewinnt angesichts der jüngsten EZB-Entscheidungen, nach denen auf mittlere Sicht weiterhin mit einem extremen Niedrigzinsumfeld zu rechnen ist, weiter an Bedeutung für die Kapitalanlagen von Versicherungen. Buyout-Fonds sind dabei die Favoriten: Die meisten LPs erwarten, dass Buyout-Fonds in Nordamerika eine Rendite von elf Prozent oder mehr generieren werden, gefolgt von Buyout-Fonds in Europa und Venture-Fonds in Nordamerika.

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Die Ergebnisse im Barometer zeigen, dass 96 Prozent der LPs das aktuell hohe Preisumfeld als größtes Risiko für die Private-Equity-Rendite in den nächsten drei bis fünf Jahren sehen. Weitere Veränderungen im regulatorischen Umfeld werden von nur 35 Prozent der LPs als ein Risiko für die zukünftige Rendite genannt.

VWheute: Infrastruktur ist im Kommen. Die europäische Pipeline ist aber leer, klagt GDV-Chef Alexander Erdland: Wird so Junckers Investitionsprogramm zum Rohrkrepierer?

Das Barometer zeigt, dass eine signifikante Anzahl von institutionellen Investoren großes Interesse an dieser Assetklasse hat und plant, die Investmentstrategien diesbezüglich anzupassen. 40 Prozent der Investoren planen, ihre Zielallokation für alternative Investments zu erhöhen, und fast die Hälfte plant eine Erhöhung der Zielallokation für Infrastrukturinvestments.

Das zunehmende Interesse an Private Equity ist also Teil eines Trends in der Kapitalanlage institutioneller Investoren, wonach alternative Assets aufgrund ihres hohen Renditepotentials generell an Bedeutung gewinnen. Das ist ein positives Signal an alle, die Großprojekte mit langfristigem Finanzierungsbedarf zum Beispiel im Bereich der erneuerbaren Energien oder der Verkehrsinfrastruktur planen: Das benötigte Kapital ist vorhanden und sollte genutzt werden.

Die Fragen stellte VWheute-Redakteur Rafael Kurz.

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