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Innovationen der Versicherer für innovative Technologien

17.06.2014 – 3D_GDV„Wir ermöglichen technischen Wandel, indem wir Risiken einschätzen und, wo immer möglich, diese Risiken auch übernehmen, wenn Kunden sie als zu groß wahrnehmen.“ Laut Tony Buckle, Experte der Swiss Re, sind Innovationen in der Versicherungsbranche die direkte Folge von Erfindungsreichtum in der Realwirtschaft.

Die Technik des 3D-Drucks untersucht das GDV-Magazin Positionen eingehend. Tatsächlich setzt man die Geräte schon heute für Handprothesen, Kühlsysteme in Formel-1-Autos oder Zahnkronen ein.

„Aufgrund ihrer besonderen Geometrie lassen sich manche Teile mit herkömmlichen Fertigungstechniken gar nicht herstellen. In solchen Fällen spielt 3D-Druck seine Stärken aus. Für Sonderanfertigungen oder kleine Stückzahlen ist diese Technik ideal“, erklärt Bernhard Langefeld von der Strategieberatung Roland Berger. Die eingesetzten Materialien sind vielfältig: Kunstharz, Keramik oder Metall. Das Marktpotenzial indes ist immens. Während das Marktvolumen laut Wohlers Associates 2011 noch bei 1,7 Mrd. Dollar lag, soll es bis 2021 auf mindestens 10,8 Mrd. gestiegen sein.

Jedoch bringt eine derartige neue Technologie, die Star Trek-Fans noch unter dem Namen „Replicator“ kennen, auch Risiken. Fällt auf einer abgelegenen Baustelle etwa eine Spezialmaschine aus, könne schnell via 3D-Druck für das Ersatzteil gesorgt werden. Doch wer haftet, wenn das Ersatzteil Schaden nimmt und der Betrieb unterbrochen oder gar nachhaltig gestört ist?

Haftet hier der Hersteller des Druckers oder der Ersteller des Ersatzteils? Diese Fragen reichen weit in den Alltag. Wenn sich in Zukunft fast jedes Teil per 3D-Druck reproduzieren lässt, werden Haftungsausschlussklauseln die Folge sein, wo man sie heute noch nicht vermutet.

Versicherer haben vergleichbare Fälle bereits bei Policen für IT-Firmen, die Computersysteme für Unternehmen aufsetzen. Bricht ein solche System dann zusammen, muss nicht nur das Gerät repariert werden, sondern der entsprechende Umsatzausfall ersetzt werden. Eine spezielle 3D-Druck-Versicherung könnte hier Abhilfe leisten.
Weitere Szenarien werden öffentlich derzeit diskutiert. Ein amerikanischer Student hat jüngst im Internet eine 3D-Druckvorlage für eine Plastik-Pistole veröffentlicht.

Wo der 3D-Druck bereits heute eingesetzt wird

  • Luft- und Raumfahrt: Unternehmen wie Rolls-Royce und BAE Systems nutzen bereits seit den 90er Jahren den 3D-Druck beispielsweise zur Herstellung von Einspritzdüsen oder Antriebsschaufeln. Die Vision: ein komplettes Triebwerk aus dem 3D-Drucker.
  • Medizin: Brücken, Zahnkronen oder Implantate: In der Zahntechnik ist der 3D-Druck weit verbreitet. Das Fraunhofer Institut hat bereits 2011 künstliche Blutgefäße gedruckt.
  • Autoindustrie: Bei Kleinserien und Prototypen ist die Technologie längst verbreitet. In fünf bis zehn Jahren könnte die Technologie auch in der Massenfertigung eingesetzt werden.
  • Mode: Victoria’s Secrets hat bereits Kostüme für aufwendige Shows gedruckt. Eine niederländische Designerin hat High Heels aus Nylon per 3D-Druck hergestellt.
  • Handwerk: ein ambitioniertes Projekt geht so weit, ein komplettes Haus aus dem 3D-Drucker realisieren zu wollen.

Foto: Aus dem 3D-Drucker kommen Spielereien oder gar Ersatzteile (Quelle:GDV)

Links: Kompletter Artikel im GDV-Magazin Positionen, Haus aus dem 3D-Drucker

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