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ING-CEO: “Keine Angst vor Fintechs!”

27.10.2015 – ING_CEO_Hamers_150_Kaspar“Disruptiv”, so lautete das Schlagwort des 9. Bayerischen Finanzgipfels in der Hofkirche der Münchener Residenz mit Blick auf die revolutionären Umwälzungen, welche Digitalisierung und Big Data der Finanz- und Versicherungswirtschaft abverlangen. “Disruptiere selber, bevor du disruptiert wirst”, so fasste der Vorstandsvorsitzende der ING-Group, Ralph Hamers, die Strategie seines Unternehmens zusammen.

Disruptiv, eine Vokabel, die dem Vorstandsvorsitzenden der ING Group wie selbstverständlich über die Lippen kam, und auch im Publikum aus Vorständen, politischen Verantwortungsträgern und Experten der Finanz- und Versicherungsindustrie in Hamers auf Englisch gehaltenem Vortrag schmerzlich geläufig erschien.

Dabei legt der Manager wert auf eine klare und einfache Strategie zur Bewältigung der Digitalisierung, “denn die Dinge änderten sich immer”, und “dies zu managen sei schließlich sein Job” als Unternehmenslenker. Allerdings, herausfordernd sei tatsächlich das Tempo der Umwälzungen. Für 2020 rechnet Hamers mit fünf Mrd. Menschen, die aktiv in der Online-Commuity unterwegs seien, darauf müsse die Branche gefasst sein.

Sorgen, dass das klassische Geschäftsmodell der Finanz- und Versicherungswirtschaft gefährdet sei, teilte Hamers nicht. Zwar schnitten sich täglich neu gegründete Fintechs ein kleines Stückchen vom Kuchen heraus. Dies sei in der Summe und der an den Tag gelegten Geschwindigkeit durchaus gefährlich. Doch es gebe Antworten: “Access statt Assets”, lautet Hamers Devise. Facebook z.B. hat überhaupt gar keinen Content, aber dafür Zugang, Zugang zu Millionen von Kunden, Zugang zu deren Daten und sei damit Herr des Geschehens.

Dennoch forderte Hamers “Keine Angst vor Fintechs!”, wir haben auch etwas zu bieten”, nämlich Erfahrung, Vertrauen, generationenlange Kundenbindungen und letztlich eigene Daten. Die Kombination beider Welten sei die Lösung des Problems. Um Anknüpfungspunkte zu identifizieren unterhalte die ING Group, so Hamers schließlich sogenannte “Innovation Bootcamps”. Das hört sich martialisch an, ist auch so gemeint und wenn ein Fintech-Start-up zu unbequem oder einfach genial ist lautet seine Devise: Im Zweifel kaufen.

Zum Abschluss seines mit viel Applaus bedachten Vortrags fasste Hamers die Ergebnisse der Strategieplanung des Hauses ING in einer Konklusion zusammen:

Siehe auch KÖPFE. (vwh/ak)

Bild: ING Group-CEO Ralph Hamers bei seinem freien Vortrag auf dem 9. Bayerischen Finanzgipfel in München. (Quelle: ak)

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