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Industrieversicherer im Balanceakt

01.09.2016 – Industrie_Fotolia_87341598Unternehmen agieren für gewöhnlich in einem Umfeld, dass von gesellschaftlichen, technologischen, ökonomischen und natürlichen Faktoren bestimmt wird. Wandelt sich das Umfeld oder ändert sich die Unternehmung, so wandeln sich die Risiken, die Unternehmen betreffen, erläutert Innovationsexperte Michael Berger in der neuen Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft.

So führt die Definition neuer Risiken auch zu einer Neubewertung und letztlich auch zu einem Perspektivwechsel bei den Unternehmen. Ein Beispiel hierfür sind Betriebsunterbrechungsschäden bei Zulieferern von Unternehmen nach den Fluten in Thailand 2011. Das Risiko dieser Schäden war zwar auch vor 2011 vorhanden. Allerdings änderte sich nur die Bewertung der Möglichkeit bedingter Betriebsunterbrechungsschäden nach Eintritt der Ereignisse, erläutert Berger weiter.

Die Industrieversicherung selbst kann jedoch als die Versicherung von Unternehmen verstanden werden, welche keine Versicherer sind. Unter diesem Verständnis wird keine Unterscheidung mehr zwischen kleinen und mittleren Unternehmen in der Gewerbe- sowie mittleren und großen Unternehmen in der Industrieversicherung getroffen werden, so der Experte.

Auch wenn dabei in einer früheren Entwicklungsphase andere Risiken im Fokus standen als in einer späteren Phase, unterscheidet sich dennoch die Risikolandschaft etwa eines Gastronomiebetriebes von der eines Automobilherstellers. Dennoch bleibt der Charakter des Versicherungsnehmers als Unternehmen derselbe und grenzt sich von der natürlichen Person ab.

Wie nun soll der Industrieversicherer im Hinblick auf dieses Spannungsfeld erfolgreiche Produktinnovation gestalten? Erfolgreiche Produktinnovation besitzt demnach laut Berger vor allem zwei Facetten, nämlich die Versicherbarkeit und den Kundenwert. Ferner sei im Zusammenhang mit Versicherbarkeit und Produktinnovation in der Industrieversicherung auch zu nennen, dass das Irrtumsrisiko die bedeutenden Innovationskosten für die Produktinnovation darstellt und nicht die Kosten für Ressourcen.

Die Industrieversicherung bietet schließlich für Unternehmen insofern einen Mehrwert, da dadurch die Risikokosten vermindert werden können. Die Prämien liegen dabei für gewöhnlich unterhalb der Kosten anderer Handlungsalternativen, erläutert der Experte. Dennoch sind Märkte für Industrieversicherer nun mal nicht perfekt und Unternehmen in ihrer Risikolandschaft und Risikotragfähigkeit nicht identisch. Dabei kann der Industrieversicherer etwa einen Vorteil in der Risikoeinschätzung, der Diversifikation im unternehmerischen Risikoportfolio oder in der Administration von Schäden für ein bestimmtes Risiko besitzen, konstatiert Berger. (vwh)

Don vollständigen Beitrag von Michael Berger lesen Sie in der neuen Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft.

Bildquelle: Fotolia

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