Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Individuell handeln im Schutz eines Kollektivs

20.02.2015 – Stock_SafemeVersicherungs-Streaming zum Flatrate-Tarif: Safe.me soll in 15 Monaten Jahren und sich rein über Mitgliedsbeiträge finanzieren. Ganz ohne Vermittlungsprovisionen will Gründer Michael Stock Versicherungsverträge vermitteln. Das komplette Angebot soll in einer App gebündelt sein. Die Versicherer werden, so seine These im Interview mit VWheute, von sich aus mit exklusiven Angeboten an das Start-Up herantreten.

VWheute: Wie sind Sie denn auf die Idee für safe.me gekommen? Das hat doch sicherlich mit Ihrem beruflichen Background zu tun, oder?

Michael Stock: Das ist tatsächlich so. Mitglieder unseres Teams kennen sich seit der ersten kaufmännischen Ausbildung. Trotz dessen wir uns sehr unterschiedlich entwickelt haben (New Economy /Old Economy), haben wir uns nie aus den Augen verloren. Als ich mit der Geschwindigkeit der Entwicklung meines Maklerunternehmens immer unzufriedener wurde, haben wir die Köpfe zusammen gesteckt und die Idee mit der viralen Verbreitung unabhängig von Google entwickelt. Das war die Geburtsstunde von Safe.me.

VWheute: Wie viele Versicherer bzw. Policen aus welchen Segmenten werden Sie dann voraussichtlich am Start haben? Werden Sie hauptsächlich kontextbezogene Policen anbieten?

Michael Stock: Wir konzentrieren uns zunächst auf Privatkunden. In jeder Sparte auf diesem Segment werden wir Produkte von 5 vorselektierten Versicherern anbieten. Parallel dazu arbeiten wir mit Versicherern weiter an zielgruppenorientierten Absicherungen.

VWheute: Wie wollen Sie Versicherer locken, dass diese Ihnen besonders interessante – exklusive – Policen zur Verfügung stellen?

Michael Stock: Der Markt bietet zunächst ausreichend gute Produkte. Safe.me lebt von seiner Gesamtfunktionalität, Einfachheit, Erreichbar- und Schnelligkeit. Auch die Versicherer kämpfen mit einer geänderten Marktsituation und gegenseitig um Marktanteile. Sobald man bei uns mehr von dem sehen und anfassen kann, was wir tatsächlich vorbereitet haben, werden Angebote an uns heran getragen.

VWheute: Wie viele Kunden brauchen Sie, damit der Social-Network-Charakter von Safe.me tatsächlich zum Tragen kommt?

Michael Stock: Hierbei haben uns unsere Forschungs- und Entwicklungsergebnisse aus der Vergangenheit sehr geholfen. Das gesamte System wird bereits mit wenigen tausend Kunden funktionieren.

VWheute: Welche Vorteile wollen Sie den Kunden bieten, die äußerst offen mit ihrem Versicherungsportfolio umgehen bzw. öffentlich ihre Abschlüsse teilen?

Michael Stock: Im Idealfall sollte jeder von jedem profitieren. Unsere Kunden helfen sich automatisch gegenseitig dabei, die richtigen Produkte für den eigenen Bedarf zu finden und wichtige Informationen, wie z.B. das Verhalten der Versicherer im Schadenfall zu teilen. Das macht uns zu einer starken Gruppe und löst jedes Mitglied von der Meinung eines einzelnen Experten

VWheute: Worin unterscheiden Sie sich mit Safe.me konkret im Vergleich zu anderen neuen Modellen wie Friendsurance?

Michael Stock:Die Idee hinter Friendsurance ist nicht schlecht. Letztendlich kassiert Friendsurance jedoch genau so hohe Provisionen, wie andere Makler und belastet damit die Verträge im gleichen Maße. Für den Kunden rechnet es sich erst, wenn die Kollektive wenige Schäden verursachen und ein Bonus zurück fließt. Aus meiner Erfahrung als Versicherungsmakler weiß ich jedoch dass dies eine stark schwankende Variable ist und die Kunden schnell unzufrieden werden, wenn sie, nicht selbst verschuldet, draufzahlen müssen.

Bei uns befindet sich der Kunde im Schutz eines Kollektivs, handelt jedoch individuell. Safe.me bietet seinen Kunden und Mitgliedern alles, was man für die Identifizierung, Eindeckung und Verwaltung seiner Versicherungsverträge benötigt.

Die Fragen stellte VWHeute-Redakteur Rafael Kurz.

Bild: Safe.me-Gründer und Geschäftsführer Michael Stock (Quelle: Safe.me)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten