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IDD könnte für Fintechs zum Problem werden

15.12.2015 – App_Smartphone_Oleksiy_Mark_Fotolia_klSich gegen die Etablierten durchzusetzen, wird den Fintechs schwer fallen, heißt es in der neuen Ausgabe von Value. Nur mit den Milliarden-Summen, mit denen im Silicon Valley hantiert wird, könnte es ihnen gelingen, die Konkurrenten aus dem Markt zu drängen. Es fehlt an Geld, ist eine der häufigsten Klagen der Start-ups. Die vielen neuen Fintechs bringen Bewegung in den Markt. Doch an den Realitäten des Versicherungsgeschäfts haben sie nicht weniger zu tragen als die Offline-Konkurrenz.

Die Versicherer und Pools sind ihnen teilweise um Längen voraus. Einen digitalen Versicherungsordner gibt es bereits seit 2013 bei der Allianz. Mit Hilfe von Internet-affinen Allianz-Agenturen hat der Marktprimus 660.000 Kunden für diesen Dienst gewonnen. Zahlreiche Versicherer haben das kopiert, recht oder schlecht. Digitale Versicherungsordner gibt es auch beim LVM, bei Ergo, Signal Iduna, Huk24, Axa, Gothaer und HDI.

Die neue Vermittlerrichtlinie wird den internetgetriebenen Fintechs das Leben erschweren, schreibt Value. Dabei nimmt sich die Insurance Distribution Directive auch die Vergleichsportale im Internet vor. Eiopa hat mehrfach angemahnt, dass Verbraucherschutz nicht unter den Tisch fallen darf, wenn der Kunde zum Smartphone greift. Für die Fintechs könnte das zu einem echten Problem werden. Denn Einfachheit zählt.

Jede neue Seite, die sie in ihrem Abschlussprozess einfügen müssen, jedes Häkchen mehr, lässt mehr Kunden abspringen. Schnell zum Abschluss, das galt schon in der Offline-Welt als erfolgsentscheidend im Vertrieb, umso mehr trifft das auf die digitalen Verkaufsprozesse zu. Die meisten Fintech-Gründer haben bislang wenig Erfahrung im Versicherungsgewerbe. (ba)

Lesen Sie dazu mehr in der neuen Ausgabe von Value. Das Beratermagazin (06/15)

Bildquelle: Mark Oleksy / Fotolia

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