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IT: Herausforderung bei Produkt, Schadenmeldung und Vertragsabschluss

04.06.2014 – Basler_WetzelDie Ansprüche der Verbraucher an die Versicherer steigen: Informationen über Produkte, Vertragsabschlüsse und den Stand einer Schadenmeldung sollten jederzeit online möglich sein – und auch der Vermittler muss Zugriff auf alle Daten haben, um den Kunden perfekt informieren zu können. Eine Herausforderung an die IT: Es geht um die Kosten, Schnelligkeit und Zukunftsfähigkeit der Systeme.

Die Anforderungen an die IT sind vielschichtig und zum Teil widersprüchlich. „Einerseits müssen wir die laufenden Kosten für die Informatik senken, dabei aber gleichzeitig die zunehmenden Ansprüche der Kunden abdecken. Andererseits muss die IT kurzfristig Erfolge vorweisen, darf dabei aber die Zukunftsfähigkeit ihrer Anwendungslandschaft nicht aus dem Auge verlieren“, beschreibt Christoph Wetzel, IT-Vorstand der Basler Versicherungen, die aktuelle Situation. Er ist heute einer der Keyspeaker auf der „5. Deutschen Etvice Nutzerkonferenz“ in Hamburg.
„Die Basler im Spannungsfeld zwischen Digitalisierung und IT-Konsolidierung“ ist sein Vortrag betitelt. „Die Zahl der Kunden, die übers Internet online einen Vertrag abschließen, einen Schaden melden oder auf ihre Vertragsdaten zugreifen möchten, wird sich in den kommenden drei bis fünf Jahren deutlich erhöhen“, zitiert er aus einer Studie der Bain Unternehmensberatung. „Darauf müssen sich alle Versicherungsunternehmen einstellen.“

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(Klicken zum Vergrößern) Grafik: Die Spannungsfelder, in denen den Herausforderungen für die IT begegnet wird. (Quelle: Basler)

Voraussetzung sei dafür bei den Basler Versicherungen zunächst eine grundlegende Vereinheitlichung und Verschlankung der IT-Systemwelt – die „IT-Konsolidierung“. Diese grundlegende Optimierungsphase ist nach dem Zusammenführen der zwei technisch nicht miteinander verknüpften deutschen Baloise-Einheiten in Bad Homburg und Hamburg erforderlich geworden. „Wir haben zurzeit rund 30 IT-Projekte, in denen der Grundsatz ‘Ein System für eine Funktion’ umgesetzt wird. Das ist die Voraussetzung, um die technische Plattform weiterzuentwickeln“, erläutert er. Ziel sei es, bestehende Anwendungen – wie das Bestandssystem zur Vertragsverwaltung – mit Online-Anwendungen zu verbinden.

Gleichzeitig gelte es, die Prozesse in der Antrags- und Schadenbearbeitung zu automatisieren, um die Kosten weiter zu reduzieren – und die Anforderungen der Kunden in Richtung „Digitalisierung“ zu erfüllen. Dafür müsse man die „alte“ IT-Welt mit der „neuen“ IT-Welt kombinieren, ein Schichtenmodell in der IT-Architektur entwickeln und die – rasant zunehmende – Anzahl von Schnittstellen managen. Wetzel erläutert das an Hand zweier Beispiele: „Wir werden bei der Basler im Bestandssystem für das Sachgeschäft die Produktmaschine kapseln und eine Prozess-Schicht einführen.“ Die Schnittstellen zwischen den Anwendungen werden dabei über einen sogenannten „Servicebus“ gemanagt – mit ihm lässt sich ein Weg aufbauen, um Daten leicht zwischen den Anwendungen zu transportieren.
„Schnelle Erfolge, die nachhaltig die Kosten senken, werden wir bei der Basler durch unsere IT-Konsolidierung erreichen“, fasst Wetzel zusammen. Damit einher ginge gleichzeitig der Umbau der IT-Architektur in Richtung einer digitalisierungsfähigen Plattform. „Das versetzt uns in die Lage, Prozesse wie Antrag und Schadenabwicklung noch besser zu automatisieren, Kundenbedürfnisse abzudecken und einen ‘Online Self-Service’ zu ermöglichen. Wir schaffen es so, uns im Spannungsfeld zwischen Konsolidierung und Digitalisierung richtig aufzustellen“, ist er überzeugt.

Foto: Christoph Wetzel ist bei der Basler Versicherung für IT-Optimierung zuständig. (Quelle: Basler Versicherungen)

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