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Gesund im Betrieb: Verhaltens- und Verhältnisprävention

27.08.2014 – PfeifferVon Wolfram Pfeiffer.

Hohe Fehlzeitquoten aufgrund von körperlichen und psychischen Krankheiten stören betriebliche Abläufe und beeinträchtigen das firmeninterne Klima. Vor dem Hintergrund zunehmend komplexerer Anforderungen an die Arbeitnehmer und des sich immer mehr beschleunigenden demografischen Wandels wird der Erhalt der Mitarbeitergesundheit zum zentralen Drehmoment im Personalmanagement.

Es steht außer Frage: Ein nachhaltig angelegtes und modernes Gesundheitsmanagement dient beiden Seiten: Mitarbeitern und Unternehmen. Von zentraler Bedeutung für den Erfolg eines betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) ist die Unterstützung der Führungskräfte, die als Multiplikatoren die Akzeptanz der Gesundheitsangebote in die Belegschaft transportieren. Gesundheitskompetente Führungskräfte erkennen zudem rechtzeitig ein drohendes Burn-out-Syndrom ihrer Mitarbeiter und können dem präventiv entgegensteuern. Ein gutes BGM ist immer eine ehrlich gemeinte Hilfe zur Selbsthilfe und darf nie eine Bevormundung sein.

Die inhaltliche Ausgestaltung richtet sich sinnvollerweise nach dem individuellen Bedarf eines jeden Unternehmens. Mittels einer Befragung in der Belegschaft und eines Gesundheits-Check-ups kristallisieren sich die speziellen Handlungsfelder heraus. Das Voranschreiten der modernen Zivilisationskrankheiten muss seinen Niederschlag in der Ausgestaltung eines werthaltigen Gesundheitskonzepts finden. Krankheitsbedingte Ausfälle, die auf Übergewicht/Fettleibigkeit und psychische Erkrankungen zurückzuführen sind, nehmen kontinuierlich zu. Nervenkrankheiten und psychische Erkrankungen sind mittlerweile die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit (28,67 Prozent), dicht gefolgt von Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates (22,65 Prozent). Mit gezielten Präventionsmaßnahmen lässt sich das Risiko in vielen Fällen entschärfen.

Gesundheitsmanagement

(Klicken zum Vergrößern) Entwicklung der Fehlzeiten bei Berufstätigen nach Diagnosekapiteln: Psychische Erkrankungen führen mit Abstand zu den meisten Fehlzeiten. (Quelle: TK)

Die Quintessenz aus präventivmedizinischer Sicht ist klar: Viele Krankheitsrisiken lassen sich durch wenige, den Lebensstil betreffende Maßnahmen merklich reduzieren. Ein nachhaltiges BGM kann zu einem solchen gesunden Lebensstil einen aktiven Beitrag leisten. Die Handlungsfelder, also der Bedarf, ist aus wissenschaftlicher Sicht gut definiert. Schwerpunkte sollten auf die Bereiche körperliche Aktivität/Fitness, gesunde Ernährung, Stressmanagement und Tabakprävention gelegt werden. Es muss eine Kombination von Verhaltens- und Verhältnisprävention sein. Die Gesundheitsziele sollten im Unternehmensleitbild verankert und von der Führungsetage mitgetragen werden. Dann wird BGM zu einem Zugewinn für Unternehmen und Mitarbeiter.

Foto: Wolfram Pfeiffer ist Facharzt für Innere Medizin, Sportmedizin und Präventivmedizin und leitender Arzt von Praeveneo Health Solution. (Quelle: VVW)

Lesen Sie den kompletten Artikel im Versicherungswirtschaft-Special VALUE – Vom Wert der Gesundheit.

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