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Frauen in Führung bringen – eine Initiative des AGV

29.11.2013 – kirsch agvIm Rahmen der Initiative „Frauen in Führung“ verfolgt der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen (AGV) das Ziel, mehr Frauen für Managementaufgaben in der Branche zu gewinnen. Mit einem Frauenanteil von aktuell 24,5 Prozent über alle Führungsebenen hinweg, besteht angesichts eines Frauenanteils in der Gesamtbelegschaft in Höhe von 47,2 Prozent noch Luft nach oben. Unterstützt wird die Initiative durch den eigens gegründeten Branchenbeirat, in dem 26 Versicherungsunternehmen  – von großen Konzerne wie Allianz Deutschland, MunichRe, Talanx, Axa, Generali bis hin zur Ideal Versicherungsgruppe und Auxilia – zusammengeschlossen sind.

Ein Beitrag von Betina Kirsch

„Best Practices – voneinander lernen“ ist einer der Bausteine der Initiative. Der AGV hat mehrere Unternehmen zu laufenden Projekten im Bereich „Gender Diversity Management“ befragt und die Berichte in Form einer Best-Practice-Sammlung auf der eigenen Webseite zur Verfügung gestellt. Rückkehr-Governance nach Elternzeit, Training on the Job, Führen in Teilzeit, Women-Business-Lunches sowie „mehr weibliche Führungskräfte“ als Zielfaktor im Rahmen von Zielvereinbarungen sind Maßnahmen, die aktuell in den Häusern umgesetzt werden. Einen Gesamtüberblick über den Status Quo sowie geplante Maßnahmen im Bereich „Frauen in Führung“ in der Versicherungsbranche gibt das gleichnamige AGV Dossier, in dem die Ergebnisse einer innerhalb der Branche durchgeführten Erhebung zusammengefasst sind. Das ausführliche Dossier ist unter www.initiative-frauen-in-fuehrung.de abrufbar.

Nur durch eine Veränderung der Unternehmenskultur könne jedoch der Durchbruch gelingen – so der einhellige Tenor aus den Unternehmen. Eine eigene Projektgruppe des Branchenbeirats ging am 6. November dieses Jahres diesem Thema auf den Grund. Präsenzkultur, konservative Hierarchien, Konformität sowie Macht und Politik anstatt Sachorientierung prägen oft die Führungskultur im Hause, was für viele Frauen wenig attraktiv erscheine. Wichtig sei, im Zuge der ergriffenen Maßnahmen eine Win-Win-Situation für Frauen wie Männer zu schaffen. Maßnahmen zur gezielten Förderung von Frauenkarrieren stoßen nicht in der gesamten Belegschaft auf Akzeptanz. Umso wichtiger sei es, ab und an zu reflektieren: Hätten Männer aus der Tradition heraus, die gesellschaftliche Rolle, Kind und Kegel zu betreuen, dann wären sie sicherlich auch eine Minorität auf Führungsebene.

Foto: Betina Kirsch, Geschäftsführerin des Arbeitgeberverbands der Versicherungsunternehmen in Deutschland (Quelle: AGV)

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