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Ernährungstrend: viel Gemüse, viel Fleisch

28.10.2016 – EKG - Herzfrequenz Gesundheit - Quelle Allianz Deutschland“Hauptsache gesund!”, lautet ein geflügeltes Sprichwort. Nun ist Gesundheit bekanntlich ein hohes Gut, an dem auch den Versicherern – zumindest augenscheinlich – gelegen ist. Doch wie gesund leben die Deutschen tatsächlich? Allein 2014 beliefen sich die Ausgaben für Gesundheit laut Statistischem Bundesamt (Destatis) auf 328 Mrd. Euro.

Dies macht immerhin elf Prozent des gesamten Bruttoinlandsproduktes aus, kontatiert Dieter Sarreither, Präsident der Statistikbehörde. Pro Kopf entspricht dies immerhin 4.050 Euro pro Kopf. Dabei spielen nach Ansicht der Statistiker nicht nur eine ausgewogene Ernährung, der Verzicht auf bestimmte Genussmittel und ausreichend Sport eine Rolle. Wie sich dies in Zahlen ausdrückt, haben die Statistiker ebenfalls beleuchtet.

Demnach gaben die privaten Haushalte in Deutschland allein 2013 nach Angaben der Statistiker durchschnittlich rund 300 Euro pro Monat für Nahrungsmittel, Alkohol und Tabakwaren aus. Gleichzeitig sind beispielsweise die Ausgaben für Obst von 20 auf 23 Euro gestiegen, was einem Plus von 15 Prozent entspricht. Aber: Gleichzeitig haben sich die Preise für Obst durchschnittlich um 37 Prozent gestiegen. Die Folge: Obst wird weniger gekauft oder die Verbraucher steigen auf preiswertes Obst um. Ähnlich verhält es sich auch bei Molkereiprodukten und Eiern sowie Speisefetten und -ölen.

Beim Lebensmittelkonsum konstatieren die Statistiker bislang keine nennenswerten Veränderungen. Demnach konsumierte jeder Einwohner in Deutschland im Jahr 2014 rund 87 Kilogramm Fleisch und Fleischwaren – ein Wert, der seit 2001 nahezu konstant geblieben ist. Allerdings geht der Trend nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zu einem höheren Gemüsekonsum. Allein 2014/15 landeten 97 Kilogramm an Gemüse auf deutschen Tellern. Zum Vergleich: 2000/01 waren es noch 94 Kilogramm. Auch Frischmilcherzeugnisse und Käse erfreuten sich demnach wachsender Beliebtheit. Deutlich rückläufig war hingegen der Konsum von frischem Obst: Lag dieser 2000/01 noch bei 75 Kilogramm pro Kopf, waren es 2014/15 nur noch 65 Kilogramm.

Immerhin: Der Konsum von Tabakprodukten und alkoholischen Getränken ging im Vergleichszeitraum zurück. Demnach wurden 2015 je Einwohner insgesamt 1.041 Zigaretten, Zugarren und Zigarillos geraucht. Dies waren 170 weniger als noch 2005. Auch der Bierdurst ist nach Angaben der Statistiker gesunken. Tranken die Bundesbürger 2005 noch 111 Liter, waren es 2015 durchschnittlich nur noch 98 Liter.

Gleichzeitig gehen Krebserkrankungen laut Statistischem Bundesamt zu einem erheblichen Teil auf den Konsum von Tabakwaren zurück. Allein 2014 wurden etwa 210.200 Menschen unter anderem wegen bösartiger Neubildungen des Kehlkopfs, der Luftröhre, der Bronchien und der Lungen behandelt. Gleichzeitig verstarben insgesamt 45.000 Menschen allein an Lungen- und Bronchialkrebs. Bei Männern war es die zweithäufigste Todesursache.

Darüber hinaus wurden im gleichen Zeitraum insgesamt 167.290 Patienten wegen Diabetes (Typ 2) vollstationär im Krankenhaus behandelt. Allein in den vergangenen zehn Jahren stieg die Behandlunsgquote von 190 auf 206 Fälle je 100.000 Einwohner, so die Statistiker. Während bei den Männern der Anstieg von 190 auf 240 Fälle recht deutlich ausfiel, sank die Zahl der Fälle bei Frauen von 190 auf 173.

Abgesehen von der Ernäherung scheint auch die Umweltverschmutzung zu einem relevanten Gesundheitsthema zu werden. So nahmen allein 2014 etwa 23 Prozent der Bevölkerung Verschmutzung, Ruß und andere Umweltbelastungen durch Industrie, Straßen- oder Flugverkehr war. Der Anteil an Alleinlebende und Alleinerziehende, die diesese Problem wahrnehmen, war mit 26 Prozent beziehungsweise 29 Prozent sogar höher. Gleichzeitig nahmen Mieter (29 Prozent) wesentlich deutlicher wahr als Hauseigentümer (17 Prozent) eine starkere Umweltbelastung wahr. (vwh/td)

Bildquelle: Allianz Deutschland

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