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Energiewende: Versicherer als Innovationstreiber

02.10.2014 – Wind_K. Brockmann_pixelio.de„Ohne Versicherer keine Energiewende“, lautet die Ansage von HDI-Gerling Vorstand Joachim ten Eicken. Die Gestaltung der Energiewende bedeutet zwei Tätigkeitsfelder für Versicherer: zum einen geht es um die Übernahme von Risiken. Zum anderen will die Versicherungswirtschaft als Investor Technologietreiber sein.

50 Kraftwerke wollen die deutschen Stromkonzerne in naher Zukunft abschalten. Branchenverbände und Bundesnetzagentur sind besorgt, mitunter sieht man die Energieversorgung gefährdet. Doppelt so viele Anträge auf Abschaltung als vor einem Jahr liegen der Bundesnetzagentur vor. Die alten Anlagen laufen laut Betreiber nicht mehr profitabel. Die Energiewende ist in vollem Gange, auch wenn Stimmen laut werden, dass konventionelle Kraftwerke zur Abfederung von Spitzenlasten gebraucht werden, um Blackouts zu vermeiden.

Die Energiewende stellt die Versicherungswirtschaft vor zwei Herausforderungen. Zum einen muss sie für die neuen Energie- und Infrastrukturprojekte Versicherungsschutz bieten, denn nur dadurch werden Innovationen ermöglicht. Zum anderen ist sie als Kapitalsammelstelle als Investor gefordert, weil der öffentlichen Hand und auch den durch die Abkehr von Kraftwerken gebeutelten Energiekonzernen das Geld fehlt. Beim Journalistentag des Talanx-Konzerns in Hannover zeigten die Vorstände der HDI-Gerling Industrie, Joachim ten Eicken und Ulrich Wollschläger, die Vor- und Nachteile des Engagements auf diesen Feldern auf.

Der Vorteil der Versicherungsbranche liegt in dem großen Wachstumspotenzial der Branchen für Erneuerbare Energien. Bereits heute stammen 25 Prozent der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien, 2025 sollen es 45 Prozent sein. Allerdings erfordert ein Versicherungsschutz beispielsweise für Off-shore-Windparks im Vorfeld einen hohen Aufwand. Hierbei sieht sich der Versicherer, wie ten Eicken hervorhebt, als Motor der Erweiterung von Standards und Schutzkonzepten. „Die Absicherung erhöhter Risiken bei technischen Innovationen ermöglicht Fortschritt“, so ten Eicken. Hinzu kommt ein professionelles Schaden- und Risikomanagement. Die Versicherungen sehen sich vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen mit Schadenfällen in der Lage, dies zu leisten „Ohne Versicherer keine Energiewende“, so ten Eicken. (cs)

Bildquelle: K. Brockmann/ pixelio

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