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Energiewende in Gebäuden, Versicherer stark im Geschäft

31.03.2014 – energiepumpe-150Das Energiesparen im Haus und die Nutzung regenerativer Quellen zum Beispiel für die Stromerzeugung werden immer wichtiger. Die Versicherer bieten hier speziellen Versicherungsschutz und werden auch bei entsprechenden Finanzierungen aktiv. Allianz, Ergo und R+V sind bei der KfW-Bankengruppe akkreditiert. Sie dürfen die Kreditprogramme „Effizienz Bauen und Sanieren“ anbieten.

Zum einen dürfen Versicherungsunternehmen zinsgünstige Darlehen zur Verfügung stellen, wenn ein KfW-Effizienzhaus gebaut oder gekauft wird. 50.000 Euro je Wohneinheit winken Bauherren. Zum anderen, für die Sanierung einer Bestandsimmobilie, greifen Kredite aus dem Programm „Effizienz Sanieren“. Bis 75.000 Euro werden so je Wohneinheit vergeben, 50.000 Euro bei energetischen Einzelmaßnahmen. Finanziert werden Wärmedämmungen, Erneuerung der Fenster und Außentüren, Erneuerung oder Einbau einer Lüftungsanlage sowie Installierung einer neue Heizungsanlage oder ihre Optimierung. Auch der Einbau von energiesparenden Wärmepumpen ist inbegriffen.

Das Versicherungswirtschaft Spezial „Value – Vom Wert des Hauses“ liefert jetzt eine Querschnittbetrachtung über das Engagement der Versicherer rund ums Haus – gewerblich und privat. Zentrale Bedeutung hat auch der Versicherungsschutz von regenerativen Anlagen. Versicherer wie die Zürich bieten zum Beispiel Photovoltaikversicherungen. Die Police dort deckt den Schutz bei Überspannungsschäden jeder Art sowie Kurzschluss-, Überstrom-, Konstruktions-, Material-, Ausführungsfehler bis hin zur Ungeschicklichkeit oder Vorsatz Dritter an der Anlage ab. Auch Ertragsausfälle können mitversichert werden, wenn Strom ins öffentliche Netz eingespeist und vergütet wird.

Einen speziellen Versicherungsschutz für das große Spektrum der Energieeffizienz in Gebäuden bietet das amerikanische Unternehmen HSB Engineering Insurance. Der Schutz konzentriert sich auf sämtliche Aspekte eines Energiesparprogramms für den Zeitraum von bis zu fünf Jahren und wird bei Schäden an den Geräten oder deren fehlerhafter Installation gewährleistet. HSB Engineering Insurance hat ein Modell entwickelt, das alle individuellen Energiesparmaßnahmen in einem Gebäude mit seinen Wechselwirkungen bestimmt. Damit wird auch Banken, die häufig kein klares Bild über die Effektivität von Energieeffizienz-Programmen haben, eine Grundlage für die Bereitstellung erforderlicher Darlehen zu Verfügung gestellt. Das Besondere an der Energieeffizienzpolice ist das Element der Anlagenleistungsversicherung. Diese gibt Schutz, wenn Energieeinsparungen im angepeilten Rahmen ausbleiben. Das Untenehmen wendet sich vorwiegend an Dienstleister, die für das Energieeffizienz-Management von Gebäuden verantwortlich sind.

Immer wichtiger für Versicherer in der Gebäudetechnik werden Assistanceleistungen (siehe VALUE). So entwickeln sich diese Dienstleistungen zunehmend von der „reinen Notfallhilfe“ hin zur „Beratung in alltäglichen Situationen“. Ein Beispiel ist hier die Energiekosten-Beratung, die im Rahmen eines Haus- oder Wohnungsschutzbriefes adressiert werden kann. (ki)

Foto: Die Waldenburger Versicherung bietet eine Bohrpolice für die Installation einer Erdwärmepumpe, um das Restrisiko von auftretenden Schäden zu abzudecken. (Quelle: Bundesverband Wärmepumpe e.V.)

Link: MÄRKTE

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