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Energiebranche leidet unter der Politik

13.01.2015 – Michael_Haerig_MarshDie Energiebranche klagt über das Hick-hack in der Regulierung. Auch Investoren bescheinigen der Branche, sie sei in keiner guten Verfassung.

In der Energiebranche ist man alles andere als optimistisch, ergab eine Umfrage von Marsh. Der Industriemakler hat dafür 54 Manager aus 14 europäischen Ländern befragt, darunter auch türkische Unternehmen. Zusammen mit Skandinavien ist die Türkei eines der wenigen Beispiele für Optimismus in einer Branche, die vor einem epochalen Strukturwandel steht. Zuletzt hat das Hin- und Her Deutschlands beim Ausstieg aus der Atomkraft zu einer radikalen Umorientierung der Energieversorger gesorgt. Doch die vielen politischen Richtungsänderungen verunsichern die Investoren.

Die Marsh-Studie zeigt, dass Deutschland kein Einzelfall ist. Mit überwältigender Mehrheit sehen die Energieversorger Europas die Stabilität vor allem durch die regulatorische Unsicherheit gefährdet. 80 Prozent setzten an dieser Stelle ein Häkchen. Anlegervertrauen (50 Prozent) und schwankende Nachfrage (30 Prozent) folgen mit gehörigem Abstand.

„Die öffentliche Meinung kann sich destabilisierend auf die Energiemärkte auswirken“, sagt Michael Härig, der bei Marsh für die Energieversorger zuständig ist. Ein Beispiel dafür ist die Diskussion über Stromtrassen und Windparks in Deutschland. Härig hält den Komplett-Umstieg auf erneuerbare Energien für ein „charmantes Ziel“. „Aber es ist ein sehr langer und sehr harter Weg zu gehen“, sagte er gestern in Frankfurt am Main. Vom 20. Bis zum 22. Januar trifft sich die Energiebranche in Berlin. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel wird dort als Gastredner auftreten. (ba)

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