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Eine Branche in der Digitalisierung

30.10.2015 – dkm_jkoDie DKM 2015 stand ganz im Zeichen des Mega-Trends Digitalisierung. Das Themenspektrum reichte dabei von der digitalen Vertriebsunterstützung bis hin zu Cyber-Produkten. Herausforderung für die Makler und Vermittler ist es, sich in diesem neuen Geschäftsmodell zu verorten. Anregungen gab es dazu auf der Dortmunder Messe.

Neue Vertriebswege, Datenverarbeitung, Big Data, und Digitalisierung des Maklerbüros – die Versicherer haben bereits einige Ansätze entwickelt, wie Versicherung und Versicherungsvertrieb in Zukunft aussehen kann. “Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist eins der großen Trendthemen unserer Zeit”, sagt Axa-Vorstand Patrick Dahmen.

Die Auswirkungen sind gravierend. Wie möchte der Kunde der Zukunft beraten werden, welche Produkte möchte er? Klar ist, das zeigen zahlreiche Marktumfragen, dass es auch in Zukunft einen Bedarf an persönlicher Beratung gibt, gerade bei Vorsorgeprodukten. “Bei so einem langfristigen Produkt will der Kunde die persönliche Beratung”, betont Christian von Göler, Geschäftsführer der Best Gruppe. Der Düsseldorfer Makler betreut vor allem mittlere Gewerbetreibende u.a. mit dem Schwerpunkt Vorsorgeabsicherung.

Diese persönlichen Beratungsgespräche werden jedoch mehr und mehr mit digitalen Tools, die die Versicherer ihren Maklern und Vermittlern zu Verfügung stellen, ergänzt. Und auch hier ist die Bandbreite enorm. Neben Apps, die dem Kunden leicht verständlich Beispielberechnungen präsentieren, gibt es auch Ansätze zur Videoberatung. Ein Modell, das die Hallesche seit sechs Monaten mit einigen Generalagenturen anbietet. “Tendenziell lassen sich hierfür eher die jüngeren Vermittler begeistern, aber nicht ausschließlich. Es kommt doch immer auf die Affinität des Einzelnen zu dem Thema Digitalisierung an”, sagt Alexandra Markovic-Sobau, Generalbevollmächtigte Vertrieb Kranken bei der Halleschen.

Ähnlich schätzt auch Joachim Geiberger, CEO des Analysehauses Morgen und Morgen die Stimmung in der Vermittlerschaft ein. “Es kamen sehr viele Messebesucher zu uns, die sehr interessiert an digitalen Lösungen waren“, resümiert er: “Die grundsätzliche Stimmung bei den Besuchern war deutlich optimistischer als im vergangenen Jahr.”

Doch nicht nur die Beratung, sondern auch die Produkte will man auf die neuen Bedürfnisse der Kunden abstimmen. Denn die neue Generation an Versicherungskunden scheint sich vor allem durch Unverbindlichkeit auszuzeichnen. Fest steht, dass die Branche sowie die Gesellschaft noch am Anfang der digitalen Reise stehen. Hier gebe es noch viele digitale Potenziale zu heben, so Stephan Schinnenburg, Mitglied des Ergo-Vorstands.

Doch bei aller Begeisterung für die schöne neue digitale Versicherungswelt, der entscheidende Aspekt im Vertrieb ist es, das Nachfolgeproblem zu lösen. Dazu muss es den Versicherern gelingen, junge Menschen für den Beruf des Vermittlers zu begeistern. Mit innovativen, digitalen Projekten dürfte man hier bei den digital Natives nicht ganz falsch liegen. (jko)

Bildquelle: Julia Kolhagen

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