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Ein Wert an sich – Interview mit dem neuen PKV-Ombudsmann

15.01.2014 – lanfermannSeit Anfang dieses Jahres ist ein neuer Ombudsmann der Privaten Kranken- und Pflegeversicherung im Amt. Der Rechtswissenschaftler und Staatssekretär a.D. Heinz Lanfermann löste den bisherigen Ombudsmann Helmut Müller ab, der die Schlichtungsstelle in den Jahren 2007 bis 2010 und nach dem Tod des Ombudsmanns Klaus Theo Schröder im Februar 2012 erneut seit März 2012 geführt hatte.

Der 63-jährige Jurist Lanfermann hat sehr viele berufliche und politische Etappen absolviert, die ihn für das neue Amt qualifizieren: U.a. war Lanfermann Richter am Landgericht Duisburg, Staatssekretär des Bundesministeriums der Justiz, Vorsitzender des Arbeitskreises Arbeit, Gesundheit und Soziales der FDP-Bundestagsfraktion sowie gesundheitspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion. Der Vorsitzende des PKV-Verbandes Uwe Laue hob daher nicht nur die hohe juristische Kompetenz des neuen Amtsinhabers hervor, sondern auch dessen exzellente Kenntnis des deutschen Gesundheitssystems. Er habe sich wiederholt als „Mann des Ausgleichs“ hervorgetan, was ideale Voraussetzungen für die Führung der neutralen Schiedsstelle biete.

VW-heute wollte vom neuen Ombudsmann wissen, was er sich für seine Amtszeit vorgenommen hat.

VW-heute: Welche Themen bzw. Bereiche Ihrer künftigen Arbeit liegen Ihnen persönlich am meisten am Herzen?

Lanfermann: Die erfolgreiche Arbeit meiner Vorgänger, wie sie aus den Jahresberichten ersichtlich ist, möchte ich kontinuierlich weiterführen. Die Schwerpunkte der Themen ergeben sich erst einmal aus den Anliegen der Versicherten bzw. den Problemen, die die Unternehmen wegen der Berechtigung der Erstattungsansprüche sehen, z.B. bei der Frage nach der medizinischen Notwendigkeit oder der Geeignetheit einer Behandlung.

VW-heute: Welche Erwartungen haben Sie an die Zusammenarbeit mit den Unternehmen?

Lanfermann: Auch im Kontakt mit den Unternehmen kann ich auf eine gut eingespielte Zusammenarbeit anknüpfen. Der ständige Kontakt meiner Mitarbeiter zu den Ansprechpartnern in den Unternehmen hat zu erfreulich kurzen Bearbeitungszeiten geführt.

VW-heute: Welche Bedeutung messen Sie der Streitschlichtung bei?

Lanfermann: “Streitschlichtung ist schon ein großer Wert an sich, bedeutet sie doch die Vermeidung von gerichtlichen Verfahren mit Kostenrisiko und zumeist auch Ärger und Stress. Bei den Versicherten der Privaten Krankenversicherung ist dies besonders bedeutsam. Hier ist das Versicherungsverhältnis vom Grundsatz her auf eine lebenslange Vertragspartnerschaft angelegt. Auch unter diesem Gesichtspunkt ist die Zufriedenheit der Kunden für die Unternehmen ein wichtiger Faktor, weil sie nicht nur Kunden bindet, sondern auch werbend wirkt. Durch seine Tätigkeit kann der Ombudsmann zudem Entwicklungen erkennen, die er in seinen Berichten der Öffentlichkeit mitteilt.”

Das Interview führte VW-heute-Korrespondentin Elke Pohl.

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