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Durchmischtes Halbjahr bei Axa, AIG und Standard Life

05.08.2015 – Waehrung_Martin Kolb_pixelio.deAxa treibt die Digitalisierung voran und wächst, nicht zuletzt durch zahlreiche Zukäufe. AIG hingegen trennt sich von kleineren Einheiten und meldet einen sinkenden Halbjahresgewinn. Standard Life verzeichnet nach einem schwierigen Halbjahr einen leicht steigenden Gewinn.

Nach sehr unterschiedlichen Berichten über die Halbjahreszahlen gaben die Aktienkurse der drei Versicherungskonzerne Axa, AIG und Standard Life nach. Axa steigerte seine Beitragseinnahmen im ersten Halbjahr um 10 Prozent. Der französische Konzern hat im ersten Halbjahr den Anteil an dem indischen Joint Venture Bharti auf 49 Prozent aufgestockt und erwarb Gesellschaften in Polen, Großbritannien, Brasilien, Rumänien, Ägypten und beteiligte sich an dem kenianischen Rückversicherer Africa Re. 3,1 Mrd. Euro Gewinn erzielte der zweitgrößte Versicherungskonzern der Welt, ein neuer Halbjahresrekord, wie Konzernchef Henri de Castries feststellt. Das Wachstum kam vor allem aus dem Asset Management, wo der Axa knapp zwei Mrd. Euro an neuen Geldern zuflossen, sechs Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2014. Axa hat knapp 1,1 Bio. Euro an Assets unter Verwaltung.

Nach einem recht guten Neugeschäft (182 Mio. Euro Jahresprämienäquivalent, +3 Prozent) stiegen die Beitragseinnahmen im deutschen Lebensversicherungsgeschäft um drei Prozent. In den Schadenversicherungssparten wuchs die Axa Deutschland um zwei bis sechs Prozent. De Castries bekräftigte seine Entschlossenheit, die Axa digital zu transformieren. “Wir suchen in der technologischen Landschaft nach neuen Trends und investieren in innovative Lösungen.”

AIG-Chef Peter D. Hancock bekäftigt bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen seine Wertschätzung gegenüber einem werthaltigen Management mit Langfristperspektive. AIG verkaufte im zweiten Quartal das Flugzeug-Leasing-Geschäft von Aer Cap für 4,2 Mrd. US-Dollar und die US-amerikanische Vermittlergesellschaft Springleaf für 420 Mio. Dollar. Rein operativ sank der Gewinn im ersten Halbjahr um 8,8 Prozent auf 4,3 Mrd. US-Dollar. Genauere Halbjahreszahlen gibt AIG nicht bekannt. Im zweiten Quartal gingen die die Beitragseinnahmen im Hauptgeschäftsfeld Schadenversicherung um vier Prozent auf 5,6 Mrd. Dollar zurück. Wegen gestiegener Katastrophenschäden stieg die Schadenquote um 3,1 Prozentpunkte auf 70,8 Prozent. Starke Zuwächse verzeichnete der US-Konzern im Geschäftsfeld Institutional Markets.

Trotz schwieriger Umstände steigerte der schottische Lebensversicherer Standard Life seinen Halbjahresgewinn von 274 auf 290 Mio. Pfund. Nach dem Rückzug aus dem Geschäft mit garantierten Renten in Deutschland wird das Neugeschäft um 10 bis 15 Mio. Pfund Jahresprämienäquivalent zurückgehen, glaubt man bei dem in Edinburgh ansässigen Unternehmen. Dafür wird der Gewinn in Deutschland steigen, heißt es in einer Pressemitteilung. Im Hauptmarkt Großbritannien ging das operative Ergebnis von 165 auf 141 Mio. Pfund zurück. Im ersten Halbjahr hatte Standard Life sein kanadisches Geschäft an die Manulife verkauft. Das erbrachte einen Erlös von 2,2 Mrd. Pfund, die Hälfte davon wurde als Gewinn verbucht, aber außerhalb des rein operativen Geschäfts. 302 Mrd. Pfund an Kapitalanlegen verwaltete Standard Life für seine Kunden Ende Juni diesen Jahres, das waren fast 80 Mrd. Pfund mehr als vor einem Jahr. (ba)

Bildquelle: Martin Kolb / pixelio.de

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