Versicherungswirtschaft-heute
Montag
05.12.2016
          Mobilversion

 


- Anzeige -

In drei Sekunden Aufmerksamkeit erregen

18.10.2016 – Businessman using digital tactile screen with chartsSmartphone statt Fernsehen: Die Digitalisierung hat den Medienkonsum radikal verändert. Die Karawane der Werbetreibenden folgt der Kundschaft in das Internet, mit Begeisterung. Nirgendwo sonst sind Zielgruppen so zielgenau zu erreichen. Besonders schnell auf neue Trends reagieren Versicherer, schreibt das Beratermagazin VALUE in seiner neuen Ausgabe.

Das Produkt ist virtuell, nicht greifbar und der Nutzen wird selten direkt erlebbar. Man könnte denken, dass es die Assekuranz deshalb schwerer als andere Branchen hat, ihre Produkte zu bewerben, schreibt VALUE. Klaus Heiermann, Generalbevollmächtigter der Arag, sieht das nicht so. „Es gibt eine Fülle von Produkten auf dem Globus, die deutlich komplizierter sind als Finanzprodukte“, sagt er. Autos würden beispielsweise nicht aufgrund ihrer „hinreißenden“ Fahrdynamikprogramme gekauft, sondern weil sie für den Verbraucher bedeutsam sind. “Versicherungsprodukte haben einen direkten Nutzen und sind hoch emotional. Sie erfüllen damit wichtige Kriterien für wirksame Kundenkommunikation”, sagt Heiermann.

Durch die Digitalisierung kommen neue Kommunikationskanäle hinzu. Die Werbebudgets wandern dorthin, wo sich die Verbraucher aufhalten. Das Marktforschungsinstitut Heute und Morgen fand in einer repräsentativen Umfrage heraus, dass die Deutschen mittlerweile rund fünf Stunden im Internet verbringen, aber nur noch 2,5 Stunden vor dem Fernseher sitzen, 1,5 Stunden Radio hören und eine Stunde täglich mit Lesen verbringen.

Allianz-Manager Thomas Lukowsky ist deshalb überzeugt: “One size doesn’t fit all!” Der Schuss mit der großen Kanone, der möglichst viele Verbraucher erreicht, sei nicht mehr hilfreich. Man müsse stattdessen seine Zielgruppen mit den jeweiligen Bedürfnissen kennen und wissen, welche Kanäle sie nutzen und dann entsprechend kommunizieren.

Den Werbetreibenden kommen die Datensammlungen der Social Networks zu Gute. Im Gegensatz zu Fernsehen, Radio oder Print lässt sich im Netz viel besser nachvollziehen, wer sich wie lange eine Anzeige oder einen Werbespot anschaut. “Wenn ich nicht nach drei Sekunden die Aufmerksamkeit des Nutzers habe, steigt er aus”, sagt Allianz-Mann Lukowsky. Der klassische Aufbau eines Werbespots, der langsam zum Problem hinführt und nach 20 Sekunden die Problemlösung präsentiert, hat bei Facebook keine Chance. Die Werbebotschaft muss so formuliert sein, dass sie vom ersten Augenblick an Aufmerksamkeit erregt. “Wir müssen über die Themen reden, die für die Zielgruppe relevant sind“, so Lukowsky. “Das Zauberwort heißt Relevanz!” (fs, dg, ba)

Lesen Sie den gesamten Beitrag in der aktuellen Ausgabe VALUE. Das Beratermagazin 5/2016.

Bildquelle: Fotolia

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

Verlag Versicherungswirtschaft | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten