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Digitale Kanäle ausbauen

02.12.2013 – Peer to Peer-Plattformen setzen neue Impulse in der Kreditwirtschaft, mobile Payment-Anbieter reformieren den Zahlungsverkehr und Google steigt mit der Vergleichsplattform „Compare“ in den Versicherungsvertrieb ein. Etablierte Player spüren den steigenden Konkurrenzdruck: Nach Angaben einer Accenture-Studie zur Digitalisierung in der Assekuranz erwarten 86 Prozent der Befragten eine signifikante Intensivierung des Wettbewerbs in der deutschen Vertriebslandschaft.

Rund zwei Drittel der Branchenvertreter gehen davon aus, dass die Treiber für Entwicklungen künftig aus dem Lager der Nicht-Versicherer, wie Google oder Amazon, kommen werden. Diese Konzerne verfügen nicht nur über das notwendige technologische Knowhow, sondern auch über umfassende Erfahrungen des Kundenverhaltens in der digitalen Business-to-Consumer Welt. In Zukunft will die Versicherungsbranche verstärkt in den Ausbau der digitalen Interaktions- und Vertriebskanäle investieren. Fast 80 Prozent der europäischen Versicherer wollen sich an diesem Vorhaben beteiligen. 27 Mio. Euro sollen durchschnittlich aufgebracht werden. Bis 2016 könnte der Jahresabsatz von Sach-, Unfall- und Lebensversicherungen über digitale Kanäle in Europa auf 18 Prozent des Neugeschäftsvolumens und damit bis zu 25 Mrd. Euro ansteigen– eine Verdopplung des Jahresniveaus von 2012. „Um den Nutzen der Digitalisierung zu maximieren, müssen die Unternehmen ihre Perspektive wechseln und statt ihrer Produkte den Kunden und dessen Bedürfnisse in den Fokus nehmen, denn genau dies macht die Gefährlichkeit neuer Wettbewerber aus“, sagt Christian Richter, Managing Director im Bereich Versicherungswirtschaft bei Accenture.

Die stetige Verbesserung der Kundenerlebnisse sei Teil der Unternehmens-DNA dieser neuen Wettbewerber und genau dies sei auch die strategische Waffe im Kampf um Marktanteile im Versicherungsvertrieb. Das Potenzial für deutsche Versicherer ist immens, blieb bisher aber noch ungenutzt: Der aktuelle Digitalvertriebsanteil im Bereich der Sach- und Unfallversicherungen liegt am Standort D bei lediglich drei Prozent im Vergleich zu 37 und 17 Prozent in Großbritannien und Skandinavien. „Der deutsche Markt ist konservativ: Das Spektrum reicht hier von der hohen Bargeldneigung über die Sorge um private Daten bis hinein in den Online-Versicherungsvertrieb. Heute erweist sich die Stärke der Vergangenheit – der physische Vertrieb – mitunter als Hemmschuh der Digitalisierung“, so Richter. „Die Durchsetzung von Veränderungen in den Vertriebskanälen, so etwa bei den rund 250.000 in Deutschland registrierten Versicherungsvermittlern, beschert eine hohe Komplexität.“ (mst)

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