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Digitale Agenda – Versicherungsbranche als Vorreiter

21.08.2014 – Digital_nion_sxcDem gestrigen Beschluss der „Digitalen Agenda 2014-2017“ durch das Bundeskabinett war die Veröffentlichung des geleakten Dokuments im Forum Netzpolitik.org vorangegangen. Die Vorabverbreitung im Internet hat bei einem digitalen Thema schon fast das Potenzial für einen Witz, könnte jedoch das Grundproblem des Datenschutzes im Internet nicht treffender aufzeigen: Jede Information hat viele Wege und gelangt irgendwie immer auch zu jenen, die sie gar nicht haben sollen. Hilft die „Digitale Agenda“ nun der Versicherungsbranche, den Datenschutz- und Sicherheitsherausforderungen zu begegnen?

Die Meinung der Kommentatoren zur Digitalen Agenda war schon Ende Juli, als die ressortabgestimmte Version vorab zur Veröffentlichung kam, gnadenlos. Beurteilungen der Kategorie „nebulös“ und „kaum greifbar“ zogen sich durch die Leitmedien. Von einem Wunschpapier war die Rede, dessen Forderungen, beispielsweise in Bezug auf den Breitbandausbau, sich nur danach unterscheiden ließen, ob sie zu teuer, zu vage oder gar unerfüllbar seien. In der Wirtschaft wurde die Digitale Agenda grundsätzlich begrüßt, allerdings blieb Realismus hinsichtlich der Schwierigkeit, konkrete Ziele zu erreichen, nicht aus. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag erklärte, dass Deutschland einen langen Weg vor sich habe. Der IT-Branchenverband Bitkom erhofft sich die Ankündigung konkreter Maßnahmen für die laufende Legislaturperiode.

Für die Finanzbranche steht das Thema IT-Sicherheit im Vordergrund. Dies bestätigt auch der Bundesverband deutscher Banken in seiner Stellungnahme. „Ohne eine sichere IT wäre das Bankgeschäft von heute nicht möglich“, sagte Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes. Die Digitale Agenda enthält hierzu die Erklärung, dass die Bundesregierung einen wesentlichen Beitrag dazu leisten wolle, dass Deutschland einer der sichersten digitalen Standorte weltweit bleibt. Konkret soll dies durch die Förderung von Sicherheitstechniken, aber auch größere Verantwortung der Unternehmen für angebotene Dienste im Internet erreicht werden.

Der Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Alexander Erdland, sagte, es reiche nicht aus, dass eine neue Technologie viel könne, sie müsse auch sicher sein. Das stehe auf der eigenen „Digitalen Agenda“ des GDV ganz oben. „Die Versicherer in Deutschland sind Vorreiter bei Datensicherheit und Datenschutz“, so Erdland. Der weitere Weg für die Versicherungswirtschaft scheint also vorgezeichnet: Der Gesetzgeber reagiert auf Entwicklungen, aber schafft es selten, sich an die Spitze einer Bewegung stellen. Dies bleibt auch Aufgabe der Versicherer, die weiterhin mit neuen Standards und Diensten als Vorreiter auf die Anforderungen der Kunden an Sicherheit und Datenschutz reagieren müssen. (mh)

Foto: Die Digitale Agenda ist auf den Weg gebracht. (Quelle: nion/ sxc)

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