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Die Möglichkeiten der Digitalisierung

30.09.2016 – Krankenschwester - axaDie deutschen Krankenversicherer sind keine digital Natives. Vielmehr schwächeln viele Unternehmen bei der Digitalisierung. Doch es gibt gute Ansätze: So bietet die LVM Krankenversicherung ihren Versicherten neuerdings die Option der digitalen Einreichung von Belegen. Die Generali offeriert ihren Kunden Rabatte, wenn diese sich gesund ernähren und viel bewegen – und das per App oder Fitnessarmband belegen.

Das sind zwar wichtige und richtige Schritte, allerdings wird das nicht ausreichen, um zukünftige Kundengenerationen an sich zu binden. Das ist aber nötig, denn die Gesundheitskosten steigen aufgrund des technischen Fortschrittes stetig und die Menschen werden immer älter. Gerade mussten die Versicherer höhere Beiträge einräumen – teilweise um bis zu zwölf Prozent, betroffen sind bis zu zwei Drittel der Versicherten. Die Digitalisierung bietet den PKV-Unternehmen die Möglichkeit, junge und gesunde Menschen zu werben.

Diese neue Versichertengeneration hat ein hohes Informationsbedürfnis sowie hohe Transparenzvorstellungen und steht neuen technischen Möglichkeiten offen gegenüber. Zudem lässt sich die neue Zielgruppe neben persönlichen Empfehlungen besonders von Informationen aus dem Internet überzeugen.

Wie kann ein Versicherungsunternehmen diese Zielgruppe erreichen?

Eine Möglichkeit zur Interaktion und Kundenanalyse ist die Nutzung von vorhandenen Datensätzen. Viele Internetnutzer informieren sich regelmäßig über Gesundheitsfragen in sozialen Netzwerken, Foren oder Onlinemagazinen – eine Gruppe von bis zu sechs Millionen. Die Versicherer können durch eine systematische Auswertung nicht nur Daten sammeln, sondern erfahren, was die Kunden in Fragen der Gesundheit wünschen und erwarten. Das bessere Verständnis in Kombination mit einer Ähnlichkeitsanalyse ermöglicht die Konzeption passgenauer Angebote, die die Wünsche der Kunden (fast) optimal ausfüllen.

Wenn der Kunde es wünscht, ist sogar eine umfassende Betreuung über die neuen Medien möglich: Der Kunde postet per Twitter, dass er zum Rafting nach Kanada reist? Der Versicherer prüft, ob Deckung besteht und bietet gegebenenfalls Zusatzschutz an. Der Kunde erkundigt sich über die Ursachen von Knieproblemen über Facebook? Der passende Link zur Therapie wird umgehend gepostet.

Die Möglichkeiten sind vorhanden. Die Versicherer müssen nur ins digitale Wasser springen anstatt nur den großen Zeh hineinzuhalten. (vwh/mv)

Bild: Krankenschwester (Quelle: Axa)

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