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Deutsche sind besonders pessimistisch

26.09.2016 – smiley - S. Hofschlaeger-pixelio.deDie Deutschen zeigen sich im internationalen Vergleich besonders pessimistisch. Dieses durchaus überraschende Ergebnis ergab eine aktuelle, repräsentative Umfrage des YouGov-Instituts im Auftrag des Lebensversicherers Canada Life. Über 5.000 Menschen aus den vier Ländern Deutschland, Irland, Kanada und den USA beteiligten sich daran. Neben ihren persönlichen Chancen-Risiko-Erwartungen für Beruf und Alter der nächsten zehn Jahre bewerteten die Teilnehmer auch politische und gesellschaftliche Aspekte.

Finanzielle Risiken des Alters werden in allen Nationen als hoch eingestuft. Für insgesamt über zwei Drittel aller Befragten bedeutet Altersarmut ein eher großes bis sehr großes Risiko. Das sehen 67 Prozent aller Befragten bei der Finanzierung von Krankheit und Pflege ebenso. Die Sorge der Menschen sei nicht unbegründet, unterstreicht Markus Drews, Deutschlandchef des Lebensversicherers Canada Life. Schließlich stelle die Alterung der Gesellschaft alle befragten Nationen vor große sozialpolitische Herausforderungen. “Daher ist zusätzliche private Altersvorsorge unerlässlich, um den Ruhestand ohne finanzielle Einschränkungen genießen zu können”, fordert Drews (siehe UNTERNEHMEN).

Der Versicherer mit kanadischen Wurzeln biete auch in Deutschland Risiko- und Altersvorsorgelösungen an, die nach angelsächsischem Vorbild stärker als klassische deutsche Anbieter in Aktien investierten. Dies ermögliche höhere Ertragschancen, während Garantien zum Rentenbeginn ein Sicherheitspolster bieten würden. “Wir spüren eine stark gesteigerte Nachfrage nach unseren Angeboten”, so Drews. Chancenorientierte Altersvorsorge, die die langfristigen Chancen der Aktienmärkte nutze, sei auch in Deutschland auf dem Vormarsch.

Erfreulich ist nach den weiteren Ergebnissen der Umfrage, dass die Befragten für das Alter auch Chancen sehen: Insgesamt 43 Prozent betrachten es als eher große bis sehr große Chance, durch medizinischen und technischen Fortschritt länger zu leben und damit auch länger den Ruhestand genießen zu können. Rund 40 Prozent glauben, dass Ältere sich künftig besser mit ihren Fähigkeiten in die Gesellschaft einbringen werden. Allerdings stellt Terror für insgesamt 57 Prozent der Befragten aller Länder mit Abstand die größte Gefahr der kommenden zehn Jahre dar. Deutsche sind im Hinblick auf die Terror-Risiken mit 65 Prozent sogar besonders besorgt, Kanadier mit 45 Prozent am wenigsten.

Auf Platz zwei der Risiken folgt die Sorge um die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich. Besonders in Deutschland wird dieses Problem als sehr groß eingeschätzt: 43 Prozent der Bundesbürger sehen darin ein großes Risiko für die Zukunft, während der Gesamtwert über alle Länder hinweg bei 37 Prozent liegt. Migration und Flüchtlingskrise stellen ebenfalls überwiegend für die Deutschen ein Risiko dar. Über 40 Prozent der Bundesbürger sehen hier große Gefahren für die Zukunft, die Iren folgen mit nur 32 Prozent. Ein anderes Bild zeigt sich beim Klimawandel. In Kanada ist rund jeder Zweite (48 Prozent) besorgt, wohingegen hierzulande nur 29 Prozent den Klimawandel als großes Zukunftsrisiko einstufen.

Wenn es um die größten Chancen der kommenden zehn Jahre geht, herrscht Einigkeit unter den Nationen: Fortschritte in der Medizin werden von allen Befragten mit insgesamt 60 Prozent am häufigsten als große Chance der Zukunft betrachtet. Große Bedeutung schreiben die Menschen außerdem mehrheitlich der Nutzung erneuerbarer Energien zu sowie einem stärkeren Bewusstsein für die Umwelt. Weniger Einigkeit herrscht, wenn es um die künftigen Möglichkeiten der Politik geht: So betrachtet rund ein Drittel der Deutschen (30 Prozent) soziale Reformen als große Chance, während US-Bürger mit 22 Prozent, Kanadier und Iren mit jeweils 19 Prozent hier deutlich weniger optimistisch sind.

Wenn es um das Berufsleben geht, überwiegt der Blick auf die Risiken. Mehr als die Hälfte aller Befragten erkennt eher große bis sehr große Risiken durch globale Konkurrenz und einen wachsenden Leistungsdruck. Besonders hoch ist die Besorgnis in Deutschland, erheblich entspannter scheinen die Kanadier. (wo)

Bildquelle: S. Hofschlaeger / pixelio.de

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