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Der Sommer ist die schadenträchtige Jahreszeit

22.04.2014 – Eins ist sicher: der aktuelle Winter ist unter den Top Ten der wärmsten seit 1900. Das macht sich bei Auswertung der Unfälle auf Deutschlands Straßen direkt statistisch bemerkbar. Obwohl im November noch ein leichtes Plus im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet wurde, krachte es bis Januar 2014 insgesamt nur 593.919 mal.

Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts bedeuten einen Rückgang von 2,14 Prozent. Auch bei den Verletzten und Toten hatte dies Auswirkungen: während im Vorjahr 2012 insgesamt noch 3.600 Menschen auf den Straßen ihr Leben ließen, waren es in 2013 gerade noch rund 3.300 – minus neun Prozent. 291.037 Verletzte tauchen insgesamt in den Statistiken auf. Auch hier ist ein Rückgang um knapp drei Prozent zu erkennen.

Weniger Sachschäden, dafür mehr Personenschäden registrierten die Bundesstatistiker allerdings für Januar 2014: mit insgesamt 213 Verkehrstoten stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,9 Prozent.

Die Kraftfahrversicherung malt seit Jahren – bis auf einzelne Ausnahmen – ein eher düsteres Bild: auch ein verhaltener Rückgang der Schäden in der Vollkasko und eine deutliche Abnahme in der Teilkasko ließen die Schadenaufwendungen bestenfalls bei knapp sieben Milliarden Euro stagnieren. Im GDV-Jahrbuch geht man hier von einer Verbesserung der Combined Ratio um sechs Punkte auf rund 109 Prozent aus. Allerdings habe diese Kraftfahrsparte dann immer noch – im sechsten Jahr in Folge – versicherungstechnische Verluste.

Für die gesamte Kraftfahrtversicherung resultiert daraus ein Schadenaufwand von 20,6 Milliarden Euro, was einer Combined Ratio von 103 Prozent entspricht. Seit 2008 schreiben die Kraftfahrtversicherer ununterbrochen rote Zahlen. Ob mit Pay-as-you-drive-Konzepten inklusive Blackboxen – das Europaparlament hat mit E-Call jüngst die Weichen dahin gestellt – sich ein silberner Streif am Horizont auftut, wird sich zeigen.

Mit einem weit verbreiteten Vorurteil räumt der GDV auf: Denn nicht der Winter ist die schadensträchtigste Jahreszeit. Die Langzeitbetrachtung bringt es ans Licht: Besonders die Sommermonate Mai bis August sind für die Kfz-Versicherer eine Herausforderung. Hier dominieren Unwetter, die mit Hagel einhergehen und besonders viele Schäden an Fahrzeugen verursachen – und das nicht erst seit dem Jahrhunderthagel im vergangenen Juli oder die Unwetterfront Hilal von 2008. (ku)

GDV KFZ-Schaden

Grafik: Die Statistik belegt, dass im Sommer mehr Schäden an Fahrzeugen entstehen. (Klicken zum Vergrößern / Quelle: GDV)

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