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Cyber-Risiken – erweiterter Schutz

08.08.2013 – Cyber_AttackeDie von Ernst & Young vorgestellte Studie „Datenklau – die unsichtbare Gefahr“ ist stark fokussiert auf Cyberkriminalität. Beim Versicherungsschutz geht es nicht nur um Datenklau, sondern auch um Daten die durch versehentliches Löschen, einen defekten Server, Wasser auf dem Notebook und vieles mehr verloren gehen.

Das Thema Computer- und Datensicherheit hat in den letzten Wochen erheblich an Bedeutung gewonnen. Unternehmen fürchten um ihre Daten und den unerwünschten Angriff von Hackern. Der Ausfall eines Rechners oder ein Programmabsturz können erhebliche Schäden verursachen. Dennoch hatte bislang eine Policenabschluss für diesen Schutz nicht die Priorität. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Zum einen war vielen Unternehmen bisher gar nicht bewusst, dass es versicherbare Risiken gibt. Zum anderen waren die Anbieter bis auf wenige Ausnahmen bei diesem Punkt nicht wirklich präsent im Markt. Die Mehrheit der Großunternehmen hat jedoch inzwischen entsprechende Versicherungen zur Absicherung von Cyber-Risiken abgeschlossen, doch bei mittelständischen Unternehmen sind solche Versicherungen noch rar. Wegen der hohen Komplexität des Themas sind Cyber-Risiken bisher noch kein Bestandteil der üblichen Versicherungspakete – ob Ertragausfall-, Technik- oder Haftpflichtpolice – Themen wie Datenverluste oder Hackerangriffe sind hierbei meist ausgeschlossen.

Eine Lösung bieten Spezialversicherungen wie die „Gothaer Elektronikversicherung“: Werden Daten oder Programme infolge versicherter Gefahren wie zum Beispiel Feuer, Diebstahl oder Leitungswasser vernichtet, zahlt der Versicherer die Kosten für das Wiederaufspielen oder die Wiederherstellung der Daten. „Das gilt ebenso, wenn Daten versehentlich oder durch Bedienungsfehler gelöscht werden, Hacker Computer angreifen und Daten zerstören oder wenn sich Mitarbeiter durch gezieltes Verändern oder Löschen der Daten am Chef rächen wollen“, erläutert Franz Horsthemke, Experte für die Elektronik-Versicherung des Gothaer-Konzerns. Und auch Marsh bietet seit 2012 eine sogenannte „Cyber-Risk-Police“ mit individuell skalierbarem Schutz an. Marc Heitmann, Branchenteamleiter Communications, Media & Technology und Experte für Cyber-Risiken bei Marsh erklärt hierzu: „Über ein Baukastensystem können die verschiedensten Risikosituationen und Schadendimensionen abgedeckt werden, was sie gerade für mittelständische Unternehmen mit einem sehr speziellen Risikoprofil interessant macht.“ Die AGCS als Tochterunternehmen der Allianz hält aktuell ein Versicherungspaket für Unternehmen aller Größenordnungen bereit, mit dem u.a. der Schutz vor Hackerangriffen abgesichert wird und auch insgesamt, ebenso wie die Elektronik- Sach- und Datenversicherung der Zurich, einen sehr umfassenden Schutz ermöglicht. HDI-Gerling sichert mit dem Produkt “CLIC.IT” branchenspezifische Haftpflichtrisiken von IT-Unternehmen ab. Zielgruppe sind Unternehmen mit fünf bis 100 Millionen Euro Umsatz – beispielsweise Hersteller und Händler von Software, IT-Berater, Software-Wartungsfirmen und Betreiber von Kundensystemen. Zum Deckungsumfang gehören Vermögensschäden wie Datenwiederherstellungskosten, Produktionsausfall und Betriebsunterbrechung und entgangener Gewinn.

Foto: Achtung: Langfinger im Netz strecken ihre Fühler aus (Quelle: vvw)

Links: Ernst & Young Studie, Marsh

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