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Compass erwartet steigenden Beratungsbedarf

09.10.2015 – calero_compass_pflegeforum_150Das bereits im politischen Beratungsprozess befindliche Pflegestärkungsgesetz wirft deutliche Schatten voraus: Der Beratungsbedarf wird massiv ansteigen, davon geht Claudia Calero, Leiterin der Abteilung Wissens- und Qualitätsmanagement in der von den privaten Krankenversicherern 2009 ins Leben gerufenen privaten Pflegeberatung Compass aus.

“Die Leute rufen an und fragen, was soll ich machen, was ist zu tun?” In ihrem Vortrag auf dem Deutschen Assekuranz Pflege Forum in München zog die ausgebildete Krankenschwester zwar eine sehr positive Compass-Bilanz, ihr Blick in die Zukunft verspricht aber viel Arbeit, für Vermittler wie Klienten.

Nach Untersuchungen und Erfahrungen der bundesweit 250 (fest angestellten) Compass-Berater, aufgeteilt in 25 Teams, zählen zu den Top-Drei-Prioritäten der Menschen im Alter der Erhalt der persönlichen Autonomie, Selbstbestimmtheit und gesellschaftliche Teilhabe im Familien- wie im Freundeskreis. Das gilt gerade für den Fall der Pflege, so Calero vor rund 300 Zuhörern in München. Für fast ein Viertel der Ratsuchenden, die das Angebot von Compass in Anspruch nehmen, stehen dabei Entlastungen vom intensiven Pflegealltag, sowie das Begutachtungsverfahren selbst im Mittelpunkt des Fragenkatalogs.

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine gute Beratung sind dabei die Qualifikation der Multiplikatoren, sprich Berater, die Beratungskompetenz als solche, sowie der Grad der Organisation der Berater und angeschlossenen Versicherungsunternehmen. Darauf macht Calero aufmerksam und lobt in dem Zusammenhang das Miteinander zwischen Unternehmen, Beratern und Klienten. Letztere wüssten allerdings oft genug nichts von ihrem Anspruch auf eine umfassende Beratung, die laut Calero so lange und so oft wie erforderlich genutzt werden könne. Hier sieht die Compass-Vertreterin noch Aufklärungsbedarf bei den Versicherungsunternehmen wie deren Kunden.

Allerdings sind auch hier die Grenzen erkennbar, denn die Compass-Berater können nicht die Familienprobleme lösen, auch wenn sie manchmal damit konfrontiert werden. Als Reaktion darauf hat Compass die Weiterbildung seiner Mitarbeiter dieses Jahr unter das Motto gestellt: Wie kann sich der Berater, wenn nötig, abgrenzen und wie vermeidet er oder sie es, die Probleme mit nach Hause zu nehmen.

Im Exklusiv-Interview mit VWheute spricht Calero über die Mitarbeitergewinnung und über die Auswirkungen des kommenden Pflegestärkungsgesetz (siehe auch VERTRIEB). (vwh/ak)

Bild: Abteilungsleiterin Wissens- und Qualitätsmanagement der Privaten Pflegeberatung Compass, Claudia Calero. (Quelle: ak)

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