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Checkliste für den Erfolg von digitalen Plattformen

17.12.2015 – Digital_WaltersMit digitalen Plattformen lassen sich neue Servicemodelle und Kundengruppen erschließen. Kombiniert mit Analytics-Methoden sind solche Informationsdrehscheiben insbesondere in der Versicherungswirtschaft unverzichtbar, um die digitale Transformation weiter voranzubringen. Worauf es dabei ankommt, erläutert Sebastian Schröder, Manager bei Sopra Steria Consulting, anhand folgender Checkliste:

Vernetzte Geschäftsmodelle

Kundenbeziehungen intensivieren und Neukunden gewinnen lassen sich zum Beispiel mit dem Wearable-Boom in der Personenversicherung. Immer mehr Fitness-Armbänder und Smart Watches produzieren Unmengen an Vitaldaten. Versicherungen können diesen Informationsschatz mit intelligenter Big-Data-Analytik für Scorings und Bonusprogramme nutzen, gleichzeitig aber auch Teil eines ganz neuen Ökosystems mit diversen versicherungsfremden Akteuren werden.

Gemeinsam statt einsam

Sobald aussichtsreiche Services identifiziert sind, stellt sich die Frage, ob ein Versicherer eine entsprechende Digitalplattform nur für sich selbst oder in Kooperation mit anderen Anbietern aufbauen und betreiben will. Die Entwicklungsarbeiten von Apps und Analytics-Funktionen für die erwähnten Vitaldaten wären als Bestandteil einer kooperativen Plattform zweifellos deutlich ökonomischer als bei paralleler Umsetzung durch fast 50 private und über 130 gesetzliche Krankenkassen. Wettbewerb schließt Kooperation nicht aus. Es gilt also, Synergien für die Versicherungswirtschaft, für Kunden und für die sonstigen Akteure gleichermaßen auszunutzen.

T-Architektur transformieren

Konventionelle IT-Systeme, die relativ statische, oftmals produktbezogene Geschäftsprozesse abbilden, sind für die dynamische Gestaltung kundenorientierter Plattformgeschäftsmodelle nicht prädestiniert. Umso wichtiger ist, die eigene IT-Architektur dahingehend zu transformieren, dass mobile und / oder digitale Kanäle in annähernder Echtzeit notwendige Informationen verarbeiten können.

Die eigene Belegschaft digital befähigen

Anders als bei den neuen, digitalen Akteuren, deren Mitarbeiter überwiegend “Digital Natives” sind, muss die Belegschaft in den meisten Versicherungskonzernen für die digitale Transformation erst fit gemacht werden. Die Digitalisierung des Versicherungsgeschäfts setzt zwingend einen Wandel der Unternehmenskultur voraus.

Höhere Sichtbarkeit im digitalen Raum

Viele Kunden orientieren sich längst auf Vergleichsportalen, um den (augenscheinlich) günstigsten Versicherungstarif zu finden. Ob Flugzeug, Hotel oder Haushaltshilfe – immer mehr Dienste und Produkte werden heute über digitale Plattformen geordert. An welche solcher Fremdplattformen lassen sich eigene Angebote andocken? In Bezug auf ergänzende Versicherungsprodukte gibt es schon viele Beispiele, unter anderem Garantieverlängerungen bei Amazon oder Reiseversicherungen bei Reiseportalen. Dadurch erhöht sich die Sichtbarkeit des betreffenden Versicherers im digitalen Raum.

Datenhoheit muss beim Kunden liegen

In der Versicherungswirtschaft haben digitale Plattformen nur dann eine Chance, wenn die Datenhoheit beim Kunden liegt. Es muss jederzeit erkennbar sein, welche persönlichen Daten zu welchem Zweck wie ausgewertet und in welcher Form weitergegeben werden. Mit pauschalen Hinweisen auf allgemeine Geschäftsbedingungen ist das notwendige Kundenvertrauen nicht zu gewinnen.

Bildquelle: Walters

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