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Chancen für Transport- und Luftfahrtversicherer

10.09.2013 – Die technischen Resultate der Transportversicherung und der Versicherung für Fluggesellschaften sind in den letzten Jahren schwach geblieben, heißt es in der aktuellen sigma-Studie von Swiss Re zur Branche. Vor diesem Hintergrund müssen die Unternehmen nach Einschätzung des Rückversicherers ihr Risikomanagement vorantreiben.

Auch sind sie gefordert, mögliche Kumulschäden quantitativ zu bestimmen. Diese Erkenntnisse, so die Studie, müssten dann in die Preisgestaltung einfließen. Die Versicherer dürften sich nicht darauf verlassen, dass der Markt im Preiszyklus einen Aufschwung erlebt, der die Profitabilität stützt. Stattdessen müssten diese weiterhin auf eine erhöhte Underwritingdisziplin achten. Damit verbunden seien Chancen, die Raum für Produktinnovationen bieten. Dies werden nach den Worten Giner Turner, Mitverfasserin der Sigma-Studie schon wahrgenommen: „Die Versicherer reagieren auf die sich verändernden transportbezogenen Risiken mit neuen oder abgeänderten Deckungsarten oder mit neuen Produktmerkmalen, während diese gleichzeitig darauf achten, die Grenzen der Versicherbarkeit nicht zu überschreiten.” Die Studie nennt hier zum Beispiel den Einsatz neuer Technologien, um Schiffs- und Flugzeugladungen besser zu verfolgen und Veränderungen beim Gefahrenpotenzial zu überwachen. Nicht zuletzt, so die Untersuchung, lasse sich das Underwritung im Transportsektor effektiver gestalten, in dem Erfahrungen und Fachwissen über verschiedene Versicherungssparten ausgetauscht würden.

Unter der Annahme, dass sich die Weltwirtschaft weiter erholt, prognostiziert die sigma-Studie eine Zunahme der Prämieneinnahmen aus der Transportversicherung und der Versicherung für Fluggesellschaften in den nächsten zehn Jahren um durchschnittlich rund vier bis fünf Prozent pro Jahr. (Siehe IM BLICK). Inwieweit sich Abweichungen von dieser Prognose ergeben, hänge insbesondere davon ab, wie stark und wie lange sich die jüngste Finanzkrise auf die Handels- und Reiseintensität auswirken und wie sensitiv die Versicherungsprämien bei den Transportaktivitäten reagieren werden.

Angesichts der Komplexität von Transportrisiken werden diese normalerweise über den Mit(rück)versicherungsmarkt bereitgestellt. Innerhalb Europas ist der Londoner Markt der größte aktive Mit(rück)versicherungsmarkt, mit den USA und den Bermudas als Hauptkonkurrenten. Londons führende Rolle ist wichtig bei der Platzierung von MAT-Risiken. 2011 wurden rund 20 Prozent des weltweiten Prämienvolumens im Transport- und Luftversicherungsgeschäft im Londoner Markt generiert.

Die Bedeutung von regionalen Drehscheiben haben nach den Beobachtungen von Swiss Re zugenommen. Spezialversicherer wie Lloyd`s haben auf den erhöhten Wettbewerb mit dem Aufbau von Versicherungseinheiten in Schwellenländern reagiert. Lloyd`s rief zum Beipsiel 2004 die Lloyd`s Asoa-Plattform ins Leben. Internationale Versicherer haben nicht nur nach Asien expandiert, sondern auch in aufstrebende Regionen wie zum Beispiel Dubai. Auch in die lateinamerikanische Transport- und Luftversicherungsmärkte versuchten die globalen Versicherer vorzustoßen.

Link: Sigma-Studie – Navigation durch die Welt der Transportversicherung und der Versicherung für Fluggesellschaften – Neueste Entwicklungen (PDF)

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