Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Big Data: Versicherer nicht schnell genug

11.09.2015 – P1040252Schadenausmaße reduzieren, compliant agieren und Innovationen etablieren. Diese unternehmerische Qualitätsformel ist eine fortwährende Anstrengung für die Versicherer – regional wie global. Auf dem DVS-Symposion 2015 in München sprechen führende Entscheider der Branche über Risikopotenziale, deren Rückwirkungen auf die Versicherungswirtschaft und eine strategische Platzierung neuer Lösungsansätze.

Werner Döringer, Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, über die Bedürfnisse des Mittelstands:

“Mittelständler erwarten individuelle, funktionierende und internationale Versicherungslösungen – zentral und dezentral. Eine wesentliche Herausforderung ist die Abwicklung von Großprojekten. Hier fehlt ein internationaler Versicherungskoordinator, der Lösungen bzw. individuelles Spartenvorgehen auch international, unter anderen Voraussetzungen, anbietet.”

Andreas Wania, Hauptbevollmächtigter Ace, über kluge Lösungswege:

“Die Versicherungswirtschaft ignoriert die Bedürfnisse des Mittelstandes nicht. Versicherer haben die Notwendigkeit erkannt, Bedürfnisse in Lösungen und Produkten auf den Mittelstand umzusetzen und anzupassen. In unserem Unternehmen gibt es keine Mindestumsatzgrenzen.”

Eberhard Faller, BASF, über interne Prozesse:

“Riskmanagement ist für die Unternehmen ein integraler Geschäftsschritt. Es ist Chefsache und eine kritische interne Prozessstufe. Prämien indes sind ein Investment und keine Kosten.”

Christopher Lohmann, AGCS, über Risikopotenziale der Digitalisierung:

Wo viele Daten gesammelt werden, können vielen Daten abgegriffen werden. Hacker lieben Big-Data. Es muss eine Infrastruktur geschaffen werden, die Daten zusammenbringt. Hier stehen die Versicherer in der Verantwortung. Neue Expertise ist gefordert. Auch ethische Aspekte spielen eine wichtige Rolle. Wie und wofür Daten genutzt werden ist hier eine zentrale Frage. Unter der Führung von Herrn Bäte werden wir strategisch künftig deutlich mehr in das Thema Big Data investieren.

Fredi Lienhardt, Swiss Re, über die “willingness to fail”

“Die Versicherungsindustrie ist nicht dafür bekannt, schnell zu sein. Man muss sich die Frage stellen, wie man agiler werden kann. Die “willingness to fail” ist im Zusammenhang mit Big Data unabdingbar.”

Thomas Hartung, Professor an der Universität der Bundeswehr in München, über die Attraktivität der Versicherer

“Seitens der Versicherer wird zu wenig getan, um die Attraktivität der Branche zu erhöhen. In der breiten Öffentlichkeit wird sie aufgrund von Negativschlagzeilen aus der Vergangenheit sehr kritisch beäugt. (mst)

Bildquelle: Michael Stanczyk

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten