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Big Data: Daten von heute für Trends von morgen nutzen

10.03.2014 – Big Data, das ist der Einsatz großer Datenmengen aus vielfältigen Quellen mit einer hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit zur Erzeugung wirtschaftlichen Nutzens. Es ist ein mittel- bis langfristiges Thema mit Wachstumschancen und hoher strategischer Relevanz. Doch es mangelt in vielen Fällen an geeigneten Strategien und notwendigen Management-Kompetenzen – auch in der Versicherungswirtschaft.

Laut Marktforscher Gartner haben bisher nur wenige Versicherer in Big Data investiert. Die meisten können noch nicht sagen, wie sie die Daten nutzen wollen. Obwohl Big Data mittlerweile eine hohe Priorität hat, konzentrieren sich die meisten Unternehmen darauf, Informationen über Big Data auszuwerten, Know-how zu sammeln oder Strategien für den richtigen Umgang damit zu entwickeln. Sie haben aber begonnen, mit den neuen Technologien zu experimentieren oder haben Pilotprojekte.

„Aufgrund der begrenzten Investitionen und mangelnden Reife der Initiativen wird Big Data für CIOs der Versicherungswirtschaft bis 2015 keine große Bedeutung haben“, sagt Jürgen Weiss, Research Vice President bei Gartner. Eine aktuelle Studie seines Hauses zeigt, dass derzeit im besten Fall 46 Prozent der Versicherer Pläne haben, in Big Data-Technologien zu investieren, der Rest wartet ab beziehungsweise beobachte, wie sich Big Data weiter entwickelt. „Die Branche plant vorrangig für die Zukunft, anstatt das Thema jetzt anzugehen“, so Weiss.

Die Einsatzmöglichkeiten für Big Data sind in der Versicherungswirtschaft umfangreich. Einsatzgebiete können der Managementberatung Bearing Point zufolge unter anderem das Kunden-, das Portfolio- und das Schadenmanagement sein. Beim Kundenmanagement kann Big Data zum Beispiel als Frühwarnsystem zur Erkennung von Kundenunzufriedenheit beziehungsweise negativer Kundenstimmungen im Social Media-Segment eingesetzt werden. Im Portfoliomanagement leisten Big Data-Lösungen Hilfe bei der Ermittlung von Schadeneintrittswahrscheinlichkeiten und bei der Produktentwicklung; im Schadenmanagement helfen derartige Lösungen bei Betrugserkennung, Dienstleistersteuerung und Schadenverhütung.

Big Data bringt jedoch nicht nur Chancen, sondern auch Risiken. So sehen Thomas Grüner, Partner, und Konrad Hiebl, Senior Manager von Bearing Point, zum Beispiel ein Risiko darin, dass Big Data nicht nur bei Versicherern, sondern auch bei Firmen- und Industriekunden zum Einsatz kommen könnte. Kunden wären demnach durch gezielte Informationsverarbeitung in die Lage versetzt, ihre Risiken adäquater einzuschätzen, was eine negative Risikoauslese beim Versicherer bewirken würde. (ks)

Einen ausführlichen Beitrag zum Thema Big Data lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Versicherungswirtschaft 4/2014.

Links: IM BLICK, MÄRKTE

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