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Bei der Generali wird alles neu überdacht

18.02.2015 – generali_greco_150_generaliBei der Generali stellt man so gut wie alles in Frage. Derzeit arbeitet sich Giovanni Liverani in seinen neuen Job als Deutschland-Chef ein. Auch im Vertrieb wird es zu neuen Weichenstellungen kommen.

Echten Multikanalvertrieb möchte Konzernchef Mario Greco im Generali-Konzern etablieren. Versicherungen werden in Zukunft am Bankschalter abgeschlossen, oder im Internet, ist Greco überzeugt. Das gilt fast überall auf der Welt. Tatsächlich werden nach dem LVRG auch in Deutschland der Bankenvertrieb und das Internet immer wichtiger. Hierzulande bekommt die Generali den großen Batzen ihres Geschäfts von gebundenen Agenten, sei es über den zukünftig vereinten Generali-Vertrieb, sei es über die DVAG.

Die beiden Vertriebe arbeiten für zwei Gesellschaften. Auch das wird Liverani überdenken. “Konsistente technische Exzellenz und strenge Kostenkontrolle“ werde man beherzigen, hatte Greco Investoren Anfang 2013 versprochen. Bis zum Jahr 2015 sollen die Kosten um 750 Mio. Euro sinken. Das Ziel hat man noch nicht erreicht. Nach drei Quartalen 2014 sanken die Kosten des Generali-Konzerns um 200 Mio. auf 7,55 Mrd. Euro. „Wenn ich Generali-Gesellschaften in Italien und im Ausland besuche, sehe ich viele Möglichkeiten für eine bessere Nutzung von Synergien innerhalb des Konzerns“, hatte Greco im Herbst gegenüber der Neuen Zürcher Zeitung gesagt.

Das Geschäft will Greco umstrukturieren und vereinfachen, das geht hin bis zur Abwicklung von Geschäft, das nicht zu den Kernaktivitäten gehört. Dabei steht das Deutschland-Geschäft gar nicht so schlecht da, wie es zunächst erscheint. 28 Prozent des Lebensversicherungsgeschäfts der Generali kommt aus Deutschland, 33 Prozent aus Italien. Aktuell sind die Ergebnisse in Deutschland bescheiden: 258 Mio. Euro (operativ) erbrachte das Lebensversicherungsgeschäft nach neun Monaten, Italien erwirtschaftete im gleichen Zeitraum 1,1 Mrd. Euro.

Im Jahr 2013 ließ Greco einen Embedded Value Bericht anfertigen. Demnach lag der Embedded Value des Deutschland-Geschäfts bei knapp fünf Mrd. Euro. Im Italiengeschäft stecken 8,2 Mrd. Euro an zukünftigen Gewinnen. Am 24. Februar wird Generali-Vertriebschef Bernd Felske erläutern, wie er sich den Vertrieb der Zukunft vorstellt. Das Jahresergebnis wird der Generali Konzern am 12. März vorstellen. Liverani tritt seinen Posten als Deutschland-Chef am 1. April an. (ba)

Bild: Mario Greco (Quelle: Generali)

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