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Axa Art: Vorstände mit Vision

17.03.2014 – Anlässlich der Tefaf Kunstmesse erläuterten die beiden neuen Vorstände Jean Gazançon, Chief Operating Officer, und Christian Muller, Chief Technical Officer, beide von Axa Art, VWheute ihre Vision von der Zukunft der Marktnische Kunstversicherung.

Fortfahren möchte Axa Art mit dem Bestreben die Versicherungsbedürfnisse Vermögender (ab einem Nettovermögen von fünf Mio. Euro) umfassend abzudecken. Hierzu gehören neben Kunstsammlungen auch Sammlungen, etwa Weine und Oldtimer, Yachten, Mehrfachwohnsitze an exklusiven Orten und ein weltweit geltender umfassender Krankenversicherungsschutz.

Zunehmend soll die Risikoübernahme durch Assistance und Concierge-Dienstleistungen ergänzt werden. Am diesbezüglichen Konzept wird noch gestrickt. Denkbar erscheint, dass Kunden online mit Beschreibungen und Fotos zu bestückende Datenbanken ihrer Habseligkeiten eingerichtet werden könnten. Auch eine Weinkellerverwaltung mit Beratung durch einen Online-Sommelier wäre eine Option. Derartige Verzahnungen mit den langfristigen Kunden hätten den Vorteil, die jeweiligen Accounts weiter zu stabilisieren. Ein den Versicherer wechselnder Kunde müsste seine Datenbanken irgendwie übertragen, es entstünden ihm entsprechende „switching costs“.

Axa Art betrachtet sich als multinational agierende Matrix-Organisation. Man brauche nicht an jedem Ort Spezialisten für jedes Sammlungsgebiet, vielmehr reiche es aus, wenn der eigene, etwa auf einem anderen Kontinent ansässige Spezialist online greifbar sei.

Der wichtigste Absatzkanal der Axa Art ist der via Makler. Für die Umsetzung der Axa Visionen nimmt er nebst dem eigenem Vertriebsnetz eine gewichtige Rolle ein.  So sollen den Kunden wie auch den Vertriebspartnern der Axa Art erstklassige Dienstleistungen und Produkte geboten werden. Ziel ist es, eine hochwertige Plattform im Sinne eines One-Stop Shops für alle Versicherungsbedürfnisse vermögender Privatkunden zur Verfügung zu stellen.

Entdeckt aber habe Axa Art Innenarchitekten als Multiplikatoren und Türöffner zu möglichen Kunden. Sie prägten den Geschmack und die Investments neuer Sammlergenerationen. Zunehmend lade Axa Art nun in Paris (und wohl künftig auch in anderen Metropolen) Star Interior Decorators und deren betuchte Kundschaft zu Events ein. Gazançon sieht Parallelen zwischen der gegenwärtigen Zeit und dem Golden Age in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts: Derzeit werde auch der Besitz von Gegenwartskunst zu einem Massenphänomen in den dynamischen Metropolen.

Gazançon ist sich des latenten Versicherungsbedarfs in Sachen dubiose Provenienz bewusst. Axa Art sei nach wie vor nicht bereit, insoweit selber als Versicherer aufzutreten, beginne jedoch über eine Kooperation mit dem sich derzeit präsentierenden Spezialisten Aris Title Insurance nachzudenken, deren neuer COO kürzlich Bodo Sartorius wurde, Gazançons Vorgänger bei Axa Art.

Christian Mullers Sammlerherz schlägt für die Gegenwartskunst, Minimalist Art sowie Design (etwa Le Corbusier). Der designierte und ab 1. April amtierende CEO Kai Kuklinski hat sich noch kein eigenes Sammlergebiet zugelegt.

Jean Gazançon ist der Sohn eines einst auf Teppiche des 17. und 18. Jahrhunderts spezialisierten Händlers. Seine Frau hat beim Auktionshaus Christie’s Kunst-Kurse absolviert. Selber sammelt er unter anderem Oldtimer. Einst gehörte ihm ein Citroën Maserati, derzeit besitzt er einen 1963er Bristol. Allerdings betrachtet er Kunst nicht als eine alternative Vermögenskategorie. Dafür seien Kunstwerke zu illiquide, ihre Wertzumessungen zu subjektiv und die Handelsmargen zu hoch. (cpt)

Link: MÄRKTE

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