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Assetklasse Erneuerbare: Zunehmend marktorientiert

26.08.2014 – Sandhoevel_AllianzGI“Die Assetklasse Erneuerbare Energien Infrastruktur hat sich für Versicherer etabliert”, stellt Armin Sandhövel, CIO Infrastructure Equity bei Allianz Global Investors, fest. Im ersten Halbjahr seien global erstmalig wieder Neuinvestitionen festzustellen: zunehmender Ausbau der Kapazitäten in Asien und Amerika führt der Experte als Grund an.

Den Höhepunkt globaler Investitionen in Erneuerbare Energien verzeichnete man bis dato 2011. Weltweit wurden 318 Mrd. US-Dollar investiert – zuletzt zu 90 Prozent in Photovoltaik und Wind. Subventionen wurden kontinuierlich abgebaut und die Materialpreise haben sich drastisch verringert. Daher sei man zwischenzeitlich auf 254 Mrd. Dollar gesunken. Doch die Kapazitäten nehmen wieder zu. Selbst für Europa sieht Bloomberg New Energy Finance (BNEF) deutlichen Zubau mit stabilem Wachstum in den kommenden Jahren.

Sandhövel stellt fest: “Weniger regulatorische Risiken, dafür mehr Marktpreisrisiken – das Risikoprofil von Investitionen in Erneuerbare Energien ändert sich.” Dementsprechend würden die natürlichen Rahmenbedingungen bei der Wahl des Investitionsstandortes zunehmend wichtiger.

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(Klicken zum Vergrößern) Grafik: Die Assetklasse der Erneuerbaren orientiert sich eher am Markt. (Quelle: Allianz GI)

Die Mehrheit der installierten Kapazität wird sich laut BNEF im ASOC-Raum befinden – stark angetrieben durch Kapazitätszubau in China. Die höchsten Wachstumsraten von mitunter mehr als 30 Prozent erwarten die Analysten im AMER-Raum.

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(Klicken zum Vergrößern) Grafik: Wohin geht der Trend bei Investitionen in Erneuerbare Energien? (Quelle: Allianz GI)

“Die bislang geforderte Kapitalunterlegung spiegelt nicht das tatsächliche Risikoprofil wider”, erklärte jüngst Allianz-Chef Michael Diekmann. Gerade der Blick auf Solvency II bereitet mitunter Sorge, wie auch Armin Sandhövel bei seiner Präsentation anlässlich der Handelsblatt-Tagung zu Erneuerbaren Energien feststellt. Wohin geht der Trend? Zur Beantwortung dieser Frage führt er die Möglichkeiten des Assetmanagements für Versicherer an. Im Aktienrisiko Submodul droht ab dem 1. Januar 2016 eine Eigenkapitalunterlegung von 49 Prozent. Allerdings eröffneten sich neue Optionen im Zuge von Private Equity Strategien mit einer Quote von 15 Prozent oder mit alternativer Quote nach §2 Abs. 1 Nr. 17 AnlV mit Eigenkapitalunterlegung von 7,5 Prozent. (vwh)

Foto: Armin Sandhövel, CIO von Allianz GI, gibt Hinweise, wohin der Trend bei Investitionen in Erneuerbare Energien geht. (Quelle: Allianz GI)

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