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Anleger verdienten mit Versicherungsaktien gut

28.02.2014 – DaxDie europäischen Versicherungswerte erfreuten in der Vergangenheit die Börsianer. Seit Ende der Finanzkrise 2007 holen die Werte im Kurs wieder kräftig auf. Allein seit Anfang vergangenen Jahres legte der Branchenindex Stoxx Europe 600 Insurance um rund 30 Prozent zu. Dagegen gewann der Gesamtindex Stoxx Europe 600 nur 16 Prozent.

Auch die Allianz-Aktie erlebte bislang eine Kursralley. Seit Oktober 2008 gewann das Papier 126 Prozent an Wert. Nach der Bilanz-Pressekonferenz erlitt der Kurs einen leichten Dämpfer. Für Enttäuschung sorgte der verhaltene Ausblick auf 2014. Die Allianz Manager erwarten lediglich ein stagnierendes operatives Ergebnis von 10,0 Mrd. Euro plus/minus 500 Mio. Euro. Zu den Belastungsfaktoren zählt die Entwicklung in der Vermögensverwaltung. Auch das operative Ergebnis des vierten Quartals lag nach den Worten von DZ Bank-Analyst Thorsten Wenzel unter den Erwartungen. Er hob den hohen Nettokapitalabfluss in der Sparte Vermögensverwaltung hervor. „In der Lebens- und Krankenversicherung blieb das operative Ergebnis im vierten Quartal 2013 mit 415 Millionen Euro deutlich in den Erwartungen zurück”, schrieb Wenzel. Seine Empfehlung ist Verkauf. Frank Kopfinger von der Commerzbank rät hingegen zum Kauf. Denn der Ausblick sei „stark”.

Positive Aufmerksamkeit erreichte in den letzten Tagen die Aktie von Swiss Life. Das Papier setzte seinen Steigflug fort, nachdem der Konzern am Mittwoch ein überraschend starkes Jahresergebnis präsentierte. Der bereinigte Betriebsgewinn stieg um 13 Prozent. Die Aktie gewann seit Anfang vergangenen Jahres 15 Prozent an Wert. Einen gewaltigen Sprung machte diese im Anschluss an die Verkündung der jüngsten Geschäftszahlen. Sie legte um acht Prozent zu. Unter den Erstversicherern ist auch ein Blick auf Talanx interessant. Anfang Oktober 2012 ging der Konzern an die Börse. Das Papier stieg um 30 Prozent an Wert. Seit Herbst vergangenen Jahres tendiert der Titel nur noch seitwärts.

Eine gute Performance zeigten in den vergangenen Jahren auch die Rückversicherer. Die Munich Re verdoppelte ihren Kurs seit September 2011 auf heute annähernd 160 Euro. Noch besser entwickelte sich der Kurs der Hannover Rück. Dieser verdreifachte sich im gleichen Zeitraum auf jetzt 61 Euro. Für die Aktie des weltgrößten Rückversicherers dämpften die Analysten nach der Präsentation der Eckdaten zum Geschäftsergebnis 2013 Anfang Februar ihre Erwartungen. Die Aktienanalystin der Nord LB, Julia Siekmann, zum Beispiel erwartet einen zunehmenden Preisdruck auf die Prämien „wegen der gesteigerten Liquidität durch Katastrophenanleihen sowie durch geringere globale Naturkatastrophen”. Für die Hannover Rück sieht JP Morgan-Aktienanalyst Michael Huttner nur ein verhaltenes Kursziel. Er erhöhte dieses kürzlich von 60 auf 63 Euro. Bei Erstversicherern rechnet er mit deutlich mehr Aufwärtspotenzial. Diese profitierten von fallenden Kosten im Rückversicherungsgeschäft. “Das Bewertungsniveau ist allerdings sowohl bei Erst- wie auch bei Rückversicherern noch niedrig”, sagt Christian Hamann, Versicherungsanalyst der Hamburger Sparkasse. „Deshalb haben ausgewählte Versicherungsaktien noch gute Chancen im Kurs zu steigen.” (ki)

Bild: Versicherungsaktien performen überdurchschnittlich. (Quelle: vwh)

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